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Der Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) gehört zu den Fliegenschnäpper. Vorkommen und Verbreitung: Man sieht den Hausrotschwanz in fast ganz Europa mit Ausnahme von Island, Schottland, Nordskandinavien und Nordosteuropa. Die Hausrotschwänze sieht man bei uns in Deutschland in der Zeit von März bis Ende Oktober, je nach Wetterlage. Somit zählt der Hausrotschwanz zu den Teilziehern (Zugvogel). Er überwintert im Mittelmeerraum und in Nordafrika.
Lebensraum: Der Hausrotschwanz ist in der Wahl seines Reviers sehr flexibel, man sieht ihn z.B. in Wäldern in Dörfern, in Städten, in Kiesgruben und in Steinbrüchen. Der Hausrotschwanz ist mit seinen 14 cm genauso groß wie ein Haussperling oder wie das Rotkehlchen. Aussehen: Wie sieht ein Hausrotschwanz aus? Zum Aussehen, zur Bestimmung und zur Beschreibung zeige ich Euch einige Bilder. Bei dem Hausrotschwanz kann man das Männchen und das Weibchen gut unterscheiden. Sein Name verrät schon einen Teil seines Aussehens. Das Hausrotschwanz-Männchen hat einen roten Schwanz, eine schiefergraue Oberseite, einen grauen Oberkopf, ein schwarzes Gesicht und eine schwarze und graue Unterseite.

Aussehen: Hausrotschwanz-Männchen bestimmen

Das Hausrotschwanz-Weibchen hat einen mausgrauen Körper und einen grauen Kopf mit hellen Augenringen und auch einen rostroten Schwanz.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, die Flügelspannweite, die Lebenserwartung, die Nahrung, die Feinde, das Gelege (Eier), die Größe, das Gewicht, das Alter, die Brutdauer oder die Brutzeit, dann schaut unten im Steckbrief nach.

Aussehen: Hausrotschwanz-Weibchen erkennen

Nun zur Lebensweise. Wo brütet der Hausrotschwanz? Der Hausrotschwanz zählt zu den Halbhöhlenbrütern. Die Balz vom Hausrotschwanz fängt im April an. Er baut sein Nest in und an Gebäuden, in Felsspalten, in Baumhöhlen, in Steinhaufen und zwischen Holzstapeln. Man trifft den Hausrotschwanz häufig in Industriegebieten an, dort brütet er in den Hallen oben auf den Stahlträgern. Den richtigen Platz für das Nest sucht das Weibchen aus. Das Nest wird aus Halmen, Wurzeln und Moos gebaut und von innen mit Federn und Haaren ausgekleidet. Hier hat sich das Weibchen gerade beim sammeln von Nistmaterial an einer Distel verletzt. Aber die Feder zur Auspolsterung für ihr Nest hat sie doch noch mitgenommen. Ich habe schon mehrmals einen Hausrotschwanz in einem angefangenen Rauchschwalbennest brütend vorgefunden.

Hausrotschwanz-Weibchen beobachten Hausrotschwanz-Weibchen beobachten Hausrotschwanz brütet im Rauchschwalbennest
Lebensraum: Hausrotschwanz brütet im Rauchschwalbennest

Wann brütet der Hausrotschwanz? Der Hausrotschwanz hat zwei Jahresbruten in der Zeit von Mai bis Juli. Gelege: Er legt 5 bis 6 weiße Eier. Die Brutdauer beträgt 14 Tage und anschließend werden die Jungen ca. 17 Tage von beiden Eltern im Nest mit Nahrung versorgt. Nahrung: Was fressen Hausrotschwänze? Die Nahrung des Hausrotschwanz besteht aus Insekten, Spinnen, Würmern und Beeren. Sind die Jungen ausgeflogen werden sie noch eine Zeit mit Nahrung versorgt. Dann kann man auch gut die Stimme und den Ruf hören, wenn sie die Jungen im Freiland mit Nahrung versorgen. Der Ruf und der Gesang ist nicht sonderlich ausgeprägt. Der Ruf ist ein kurzes fid, fid oder teck, teck und der Gesang ist nur ein dididid oder sit, sit, sit.

Foto: Haurotschwanz-Weibchen Foto: Junger Hausrotschwanz Foto: Hausrotschwanz-Männchen auf Nahrungssuche
Aussehen: Hausrotschwanz-Familie bestimmen und erkennen

Wenn das Weibchen zum Füttern kommt, muss man schon genau hinschauen, um beide von weitem unterscheiden zu können. Die jungen Hausrotschwänze sehen fast genauso aus wie das Weibchen.

Bild: Hausrotschwanz-Weibchen Bild: Junger Hausrotschwanz
Foto zum Unterschied junger Hausrotschwanz und Weibchen bestimmen

Feinde: Der kleine Hausrotschwanz ist ganz schön mutig, wenn es um die Revierverteidigung geht. Das Hausrotschwanz-Weibchen versucht jeden Tag den Uhu durch ständiges Anfliegen zu vertreiben. Aber der Uhu lässt sich davon nicht aus die Ruhe bringen. Der Uhu hat hier auf dem Dach gebrütet und zieht seine Jungen auf und der Hausrotschwanz hat unter dem Dach gebrütet. In den Kiesgruben kann man auch beobachten, wie Junguhus den Hausrotschwanz beobachten. Außerdem gehören zu den Feinden, die Katze, das Eichhörnchen, die Elster, das Wiesel, der Mensch, der Sperber und der Falke.

Bild: Hausrotschwanz und Uhu Foto: Hausrotschwanz und junge Uhus Foto: Hausrotschwanz und junge Uhus
Bilder vom Hausrotschwanz und Uhus in ihrem Lebensraum

Am Abend sieht man den Hausrotschwanz häufig in Dörfern und Städten von Schornstein zu Schornstein fliegen um Insekten zu fangen. Durch dieses Verhalten hat er im Volksmund den Spitznamen “Schornstein-Männchen” erhalten. Und nun zum Schluss noch ein paar Bilder.

Bild vom Hausrotschwanz-Männchen Bild vom Hausrotschwanz-Weibchen Hausrotschwanz-Junge
Lebensweise: Bilder von einer Hausrotschwanz-Familie

Besonderheiten Hausrotschwanz

Besonderheit: Ich konnte beobachten das ein Hausrotschwanz Weibchen ihre gerade gefangene Beute (Falter) mehrmals auf einen Stein schlug. Warum? Ganz einfach, der Falter wird betäubt, bevor er gefressen wird. Dieses Verhalten kann man häufig bei Vögeln beobachten. Wie z.B. bei den Bienenfressern oder bei dem Eisvogel der seine gerade gefangenen Fische betaubt indem er sie auf einen Ast schlägt. Nun ein paar Bilder dazu.

Hausrotschwanz Weibchen mit Nahrung Hausrotschwanz Weibchen erschlägt Falter Hausrotschwanz mit betäubtem Falter (Insekt)
Bilder zum Verhalten vom Hausrotschwanz

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Hausrotschwanz und außerdem die Namen in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Lateinisch, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Hausrotschwanz-Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Phoenicurus ochruros
Englischer Name: Black Redstart
Spanischer Name: Colirrojo tizon
Französischer Name: Rougequeue noir
Italienischer Name: Codirosso spazzacamino
Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Verbreitung: Europa, Asien, Afrika
Vorkommen: Städten, Dörfern, Parks, Gärten, Industriegebieten, Gebirgsketten
Größe: 14 cm
Gewicht: 18g
Flügelspannweite: 24 cm
Brutzeit: Mai bis Juli
Bruten: 2 Jahresbruten
Anzahl der Eier: 5-6
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: 17 Tage
Nahrung: Insekten, Würmer, Spinnen, Beeren
Alter: 5 Jahre Lebenserwartung
Liste der Feinde: Sperber, Katzen, Falken Wiesel, Mensch
Zugvogel: Ja
Weitere Steckbriefe und Infos zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe.

Häufig bekomme ich die Frage gestellt: „Ich habe einen kranken Hausrotschwanz gefunden, was soll ich machen?” Die Antwort findet Ihr unter Häufig gestellte Fragen, Vogel gefunden – Was tun?

Bilder zu meinen Beobachtungen

Weibchen vom Hausrotschwanz Männchen vom Hausrotschwanz Obergefieder vom Hausrotschwanz Weibchen Weibchen sucht Nahrung in ihrem Lebensraum Obergefieder vom Männchen Aussehen Hausrotschwanz Weibchen
Bilder zu meinen Hausrotschwanz Beobachtungen

Wollt Ihr zum Thema Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachkundeunterricht, für Arbeitsblätter, für Artensteckbriefe und für Referate oder für einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr alles für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel.
Für die Kinder in der Vorschule und für die Kinder in der Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits. Am Ende der Seite findet Ihr immer eine Liste über weitere Vogelbeobachtungen.

Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B. die Schellente oder der Wanderfalke. Und nun viel Spaß bei der eigenen Vogelbeobachtung, denn Vögel beobachten bringt immer wieder Spaß.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa auf Island, in Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark), in Holland, in England, in Polen, in Österreich, in der Schweiz, in Belgien, in Irland, in Italien, in Frankreich, in Portugal, in Spanien, in Griechenland, in Deutschland in Berlin, in Hamburg an der Elbe, in Bremen, in NRW, in Baden-Württemberg, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Bayern, in Hessen, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern (Lewitz), in Thüringen, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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