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Die Weißkopf-Ruderente

Die Weißkopfruderente (Oxyura leucocephala) gehört zur Familie der Entenvögel, zu den Ruderenten und den Tauchenten. Vorkommen: Man kann sie in Europa, Russland, Asien und Afrika beobachten. In Deutschland kann man auch die Schwarzkopf-Ruderente sehen. Wir haben die Weißkopf-Ruderente in Spanien beobachtet. Sie gehört zu den Zugvögeln. Die Weißkopfruderenten werden auch gerne als Ziervögel gehalten. Wie sehen sie aus? Zum Aussehen und zum bestimmen zeige ich einige Bilder. Sucht Ihr nur wo sie brüten, was sie fressen, die Brutzeit, ihren Lebensraum, den Brutplatz, die Feinde, das Alter, die Größe, die Flügelspannweite, die Nahrung oder wieviel Eier sie legen, dann schaut unten im Steckbrief nach.

Aussehen der Weißkopfruderente

Bild zum Aussehen und bestimmen von der Weißkopf-Ruderente

Weißkopfruderenten Weibchen und Männchen sehen unterschiedlich aus. Das Hauptmerkmal ist der Kopf. Das Männchen im Prachtkleid hat einen großen dicken und runden weißen Kopf. Der Oberkopf ist schwarz, die Augen sind dunkel und der kräftige Schnabel ist blau. Das Weibchen hat einen dunklen Kopf mit einen auffälligen weißen Unteraugenstrich und der kräftige Schnabel ist dunkelgrau. Der Körper vom Weibchen ist rotbraun marmoriert und die Schwanzfedern sind sehr lang. Beim Männchen ist das Gefieder vom Körper heller (graubraun). Siehe Bilder. Auf dem dritten Bild seht Ihr ein Männchen im Ruhekleid/Schlichtkleid. Und wieder sieht man das Hauptmerkmal am Kopf. Der weiße Kopf hat einen schwarzen Überaugenstrich bis hin zum Hals und der Körper ist dunkler.

Aussehen Weißkopfruderente Männchen Prachtkleid Aussehen Weißkopf-Ruderente Weibchen Brutkleid Aussehen Weißkopfruderente Männchen Ruhekleid
Bilder zum Aussehen Weißkopf-Ruderente Männchen und Weibchen

Lebensraum der Weißkopfruderente

Wie sieht der Lebensraum aus? Zum Lebensraum zeige ich Euch einige Bilder. Weißkopfruderenten bevorzugen nährstoffreiche Gewässer mit breiter Ufervegetation (Röhricht). In den Reetflächen/Schilfflächen bauen sie ihre Nester und ziehen ihre Jungen auf.

Lebensraum der Weißkopfruderente Lebensraum der Weißkopf-Ruderente Lebensraum der Weißkopfruderente
Bilder zum Lebensraum der Weißkopfruderente

Balz, Ruf/Stimme, Brutplatz und Nest

Die Balz fängt schon im Winterquartier an und wird am Brutplatz fortgeführt. Die Männchen umschwirren die Weibchen und stellen ihren kräftig blauen Schnabel zur Schau. Während der Balz hört man auch ihre Stimme/Ruf. Vom Männchen es ist ein aufgereihtes krr krr krr und vom Weibchen ist ein – geh – zu hören. Außerhalb der Balz sind sie schweigsam. Bei der Balz kommt es auch zu kämpfen mit anderen Männchen.
Ihr Nest befindet sich in der Ufervegetation. Das Nest besteht aus Pflanzenteilen und Reethalmen. Weißkopfruderenten nutzen auch die alten Nester von Tauchern und von Teich- und Blässhühnern, die sie dann aufstocken.

Balz der Weißkopfruderenten Bild zum Nest Männchen vertreibt Rivalen
Bilder zu Balz, Ruf/Stimme, Brutplatz und Nest

Brutverhalten und Aufzucht der Jungen

Weißkopf-Ruderenten haben eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juli. Sie legt 4 bis 10 weißliche Eier. Sind alle Eier gelegt, dann fängt sie mit dem brüten an. Das Weibchen brütet alleine. Die Brutdauer beträgt ca. 24 Tage. Die jungen Küken gehören zu den Nestflüchtern. Wie sehen die jungen Küken der Weißkopfruderente aus? Dazu ein Bild.

Bild zu Weißkopf-Ruderente mit Küken

Das Weibchen führt die Jungen alleine. Das Männchen bleibt in der Nähe, und wenn sich ein anderes Männchen oder andere Enten nähern werden diese vertrieben.

Bild zu Weißkopfruderenten Weibchen führt die Küken alleine

In den ersten Tagen bekommt man die jungen Küken kaum zu Gesicht. Sie halten sich im dichten Röricht auf, dort sind sie vor Feinden am besten geschützt. Wenn sie nach einer Woche aus der Deckung kommen um nach Nahrung zu tauchen, dann staunt man nicht schlecht wie groß ihr Kopf und ihr Schnabel sind. Sie sehen dem Weibchen vom weiten sehr ähnlich. Die Jungvögel haben einen schwarzen Schnabel, die Wangen sind weiß mit einem schwarzen Wangenfleck, das Dunenkleid ist braun und der Bauch schmutzig weiß.

Kopf vom Küken der Weißkopfruderente Junge Weißkopfruderente im Dunenkleid Aussehen Weißkopfruderente Küken im Dunenkleid
Bilder zum Aussehen vom Küken der Weißkopf-Ruderente

Die Weißkopfruderenten gehören zu den Tauchenten/Ruderenten. Tauchenten liegen tiefer im Wasser. Auffällig sind bei der Weißkopfruderente auch die Beine, die sehr weit hinten am Körper sind, so wie bei den Tauchern.

Weißkopfruderenten liegen tief im Wasser Die Beine sind sehr weit hinten am Körper bei Ruderenten Weißkopfruderenten sind sehr gute Taucher
Bilder zum Aussehen und Verhalten der Weißkopf-Ruderenten

Die jungen Küken tauchen vom ersten Tag an selbständig nach Nahrung. Sie fressen z.B. Wasserinsekten, Wasserschnecken, Pflanzentriebe und kleine Krebstiere.

Küken taucht nach Nahrung Küken einer Ruderente auf Nahrungssuche Küken der Weißkopfruderente beim tauchen
Bilder zur Nahrungssuche von Küken der Weißkopfruderenten

Nach dem tauchen wird das Gefieder gründlich gereinigt und neu eingefettet. Das Fett entnehmen sie aus der Bürzeldrüse am Hinterleib. Die Drüse befindet sich an der Oberseite der Schwanzwurzel, genannt der Bürzel. Dazu ein Bild auf dem Ihr sehen könnt, wie sich ein Küken gerade das Fett holt.

Küken holt sich Fett aus der Bürzeldrüse

Nahrung der Weißkopf-Ruderente

Was fressen Weißkopfruderenten? Die Nahrung besteht überwiegend aus Wasserpflanzen und Sämereien. Sie fressen aber auch Wasserinsekten, Schnecken, Würmer und Krebstiere. Die jungen Küken von der Weißkopfruderente ernähren sich zuerst überwiegend von Krebstieren, Larven, Wasserschnecken und Wasserinsekten.

Weißkopf-Ruderente auf Nahrungssuche

Feinde der Weißkopf-Ruderente

Feind Nummer eins ist der Mensch. Er verunreinigt die Gewässer (Pestizide, Plastikmüll) und vernichtet ihren Lebensraum. Zu den natürlichen Feinden zählen, Parasiten, Vogelgrippe, Wetter (z.B. Hagel, Gelege wird zerstört), Fuchs, Waschbär, Greifvögel, Großmöwen, Eulen und Fische z.B. Hecht und Wels fressen die jungen Küken.

Möwen - Feind der Weißkopfruderente Fuchs - Feind der Weißkopfruderente Rohrweihe - Feind der Weißkopfruderente
Bilder zu Feinden der Weißkopfruderente

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über die Weißkopf-Ruderente.

Weißkopfruderente-Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Oxyura leucocephala
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Verbreitung: Europa, Asien, Afrika
Lebensraum: Seen, Teiche, Flussmündungen mit viel Ufervegetation
Größe: 44 cm bis 46 cm
Gewicht: 650g bis 700g
Flügelspannweite: 66cm bis 70 cm
Geschlechtsreife: 1-2 Jahr
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: April bis Juli
Brutplatz: Boden
Eier: 4-10
Brutdauer: 24 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Nahrung: Gräser, Pflanzen, Insekten, Würmer, Schnecken, Krebstiere
Feinde: Mensch, Greifvögel, Großmöwen. Säugetiere (Fuchs, Marder), Fische
Alter: Lebenserwartung 15 Jahre
Zugvogel: Ja
Überwinterungsgebiet: Türkei
Merkmale: Großer Kopf, Männchen blauer Schnabel, Weibchen schwarzer Schnabel. lange Schwanzfedern
Weitere Informationen auf meiner Seite Entenarten.

Bilder zu meinen Beobachtungen

Küken der Weißkopfruderente Kopf vom Weibchen der Weißkopfruderente Männchen der Weißkopf-Ruderente Aussehen vom Küken der Weiskopfruderente Aussehen vom Weibchen im Brutkleid Weißkopfruderenten im Lebensraum Männchen im Ruhekleid/Schlichtkleid Junge Weißkopfruderente im Dunenkleid Zwei Küken der Ruderente
Bilder zu meinen Beobachtungen bei der Weißkopfruderente

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Für die Kinder in der Vorschule und für die Kinder in der Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa, in Skandinavien, in Norwegen, in Holland, Österreich, in Frankreich, in Spanien, in Griechenland, in Deutschland (Allemagne,Germany), in Hamburg, in Bremen,, in Berlin, in Nürnberg, in Düsseldorf, in Göttingen, in Heidelberg, in Schleswig-Holstein, in Thüringen, in Bayern, im Saarland, in Hessen, in NRW, in Mecklenburg-Vorpommern, in Brandenburg, in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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