Der Spitzschwanz-Strandläufer (Calidris acuminata) gehört zur Familie der Schnepfenvögel und zur Gattung der Strandläufer. Er brütet in Sibirien. In Europa ist der Spitzschwanz-Strandläufer ein seltener Gast. Wir haben den Spitzschwanz-Strandläufer in Norwegen auf Varanger beobachtet. Seit einigen Jahren treffen wir den kleinen Wasserläufer immer wieder an. Spitzschwanz-Strandläufer gehören zu den Zugvögeln. Ihr Winterquartier liegt z.B. in Asien und Australien. Mit einer Größe von ca. 20 cm und einer Flügelspannweite von ca. 44 cm ist er etwa so groß wie der Alpenstrandläufer.
Leider kann ich Euch z.Z. keine Bilder zeigen da meine Speicherkarte verschwunden ist. Ich muss erstmal neue Fotos vom Spitzschwanz-Strandläufer aufnehmen.
Männchen und Weibchen vom Spitzschwanz-Strandläufer sehen im Prachtkleid und im Schlichtkleid gleich aus. Man unterscheidet sie an ihrer Größe. Das Männchen ist minimal größer und schwerer. Nun zum Gefieder. Die Oberseite ist braun und rostfarben, der Kopf ist rostfarben und schwarz gestrichelt, einen hellen Überaugenstrich, einen weißen Augenring, der Schnabel ist dunkel, der Hals und die Brust sind beige und dunkel gestrichelt, der Bauch und die Flanken sind weiß und haben eine dunkle V förmige Zeichnung und die Beine sind gelbgrünlich. Im Schlichtkleid sind die Farben nicht so kräftig und der Bauch weist kaum noch die V förmige Zeichnung auf.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Nahrung, den Lebensraum, den Brutplatz, die Brutzeit, das Gelege/Eier, die Flügelspannweite, die Größe, die Merkmale und das Brutgebiet, dann schaut unten im Steckbrief nach.
Wie sieht der Lebensraum vom Spitzschwanz-Strandläufer aus? Der Spitzschwanz-Strandläufer ist ein Bewohner der feuchten Tundra. Wir haben den Spitzschwanz-Strandläufer zusammen mit dem Alpenstrandläufer und dem Meerstrandläufer in ihrem Lebensraum beobachtet.
Während der Balz im Frühjahr hört man auch ihre Stimme. Der Ruf ist ein kurzes ui ui uip. Ansonsten hört man sie in ihrem Brutrevier kaum. Spitzschwanz-Strandläufer sind wie viele andere Wasserläufer sehr schweigsam. Hat sich während der Balz ein Paar gefunden, dann suchen sie gemeinsam einen geeigneten Brutplatz in der Vegetation. Spitzschwanz-Strandläufer haben eine Jahresbrut in der Zeit von Juni bis Juli. Das Nest ist eine Mulde am Boden, das sie mit Gras und Moos auspolstern. Sie legt 4 Eier. Die Brutdauer beträgt ca. 22 Tage. Die jungen Küken gehören zu den Nestflüchtern und suchen von Anfang an ihre Nahrung selber. Nach ca. 26 Tagen sind die Jungvögel im ersten Federkleid flügge.
Was fressen die Spitzschwanz-Strandläufer? Die Nahrung besteht z.B. aus Würmern, Larven, Insekten, Krebstieren, Spinnen und Schnecken.
Der Mensch gehört mit zu den größten Feinden vom Spitzschwanz-Strandläufer. Er zerstört ihren Lebensraum und ist für den Klimawandel verantwortlich. Durch die zunehmenden Stürme, Starkregen, Hagel und Brände werden viele Bruten zerstört. Zu den natürlichen Feinden zählen unter anderem der Fuchs, das Wiesel, die Raubmöwen, die Sumpfohreule und die Greifvögel.
Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Spitzschwanz-Strandläufer.
Name: Spitzschwanz-Strandläufer
Lateinischer Name: Calidris acuminata
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Schnepfenvögel
Gattung: Strandläufer
Art: Spitzschwanz-Strandläufer
Verbreitung: Europa, Russland, Asien, Australien
Vorkommen: Z.B. in Europa (Deutschland, Niederlande, Portugal), Skandinavien (Schweden, Norwegen), Russland
Lebensraum: Küsten, Tundra, Moore, Feuchtgebiete
Größe: ca. 20 cm
Gewicht: ca. 85g
Flügelspannweite: ca. 44 cm
Geschlechtsreife: 1-2 Jahr
Balz: Mai Bis Juni
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: Juni bis Juli
Brutplatz: Bodenbrüter
Eier: 4
Brutdauer: ca. 22 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Nahrung: Würmer, Larven, Insekten, Krebstiere, Spinnen, Schnecken
Feinde: Mensch, Klimawandel, Vogelgrippe, Parasiten, Wiesel, Fuchs, Raubmöwen, Greifvögel
Zugvogel: Ja
Winterquartier: Neuseeland, Asien, Australien
Alter: Lebenserwartung 10 Jahre
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg