Der Waldwasserläufer (Tringa ochropus) gehört zur Familie der Schnepfenvögel und zur Gattung der Wasserläufer (Tringa). Der Waldwasserläufer brütet in Mitteleuropa und Nordeuropa. Vereinzelte Paare brüten auch in Deutschland. Er gehört zu den Zugvögeln. Vorkommen und Verbreitung. Man kann ihn in Skandinavien, Russland und im Baltikum sehen. Mit einer Größe von ca. 23 cm und einer Flügelspannweite von ca. 45 cm ist er etwas größer als der Meerstrandläufer. Zum Aussehen und zum Bestimmen vom Waldwasserläufer zeige ich Euch einige Bilder zum besseren Verständnis.
Männchen und Weibchen sehen im Prachtkleid, beziehungsweise im Brutkleid und im Schlichtkleid gleich aus. Man sieht auch im Freiland keinen Unterschied in der Größe und in der Färbung ihres Gefieders im Winter und Sommer. Der Waldwasserläufer hat eine dunkle schwarzbraune Oberseite mit weiß gestrichelten Punkten. Der Kopf ist dunkel, vor dem Auge einen weißen Strich und einen weißen Augenring, der Schnabel ist grau mit schwarzer Spitze, Hals und Brust gestrichelt, Die Unterseite reinweiß, das Schwanzende ist quergebändert und die Beine sind grau grünlich.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Nahrung, den Lebensraum, die Brutgebiete, die Brutzeit, das Gelege/Eier und die Merkmale, dann schaut unten im Steckbrief nach.
Der Lebensraum vom Waldwasserläufer sind sehr feuchte Wälder (Waldmoore). Wir haben auch früher den Waldwasserläufer an der alten Süderelbe in Hamburg gesehen. Auf ihrem Herbstzug, sahen wir den Waldwasserläufer und den Bruchwasserläufer auf den Spülfeldern von Hamburg auf Nahrungsuche. In Hamburg sehen wir den Waldwasserläufer in der letzten Zeit nur am Kreetsander Hauptdeich auf den Schlammflächen im Rückhaltebecken. Die meisten sehen wir heute in Schwedens und Finnlands Waldmooren.
Bei den Balzflügen im Frühjahr über dem Brutgebiet, hört man den Gesang vom Männchen schon von weitem, es ist ein tlu-iit, witt-witt. Der Ruf/Warnruf ist ein tü-iit. Das Männchen sitzt auch häufig auf einer Tannenspitze und singt was das Zeug hält. Hat sich ein Paar während der Balz gefunden, bleiben sie lebenslang zusammen. Sie haben eine Jahresbrut in der Zeit von Mai bis Juli. Sie nutzen alte Nester von z.B. Tauben, Drosseln, Eichelhähern und auch Krähen. Sollten sie kein Nest finden, dann scharren sie sich eine Mulde am Boden.
Waldwasserläufer nutzen auch im Wald Baumhöhlen zum Brüten. Sie legt 4 grünliche Eier mit dunklen Flecken. Die Brutdauer beträgt ca. 23 Tage. Die Eier werden vom Männchen und Weibchen bebrütet. Das Männchen sitzt meistens Nachts auf den Eiern. Die jungen Küken gehören zu den Nestflüchtern. Die Jungvögel werden von beiden Eltern geführt bis sie flügge sind. Es dauert ca.28 Tage.
Der Waldwasserläufer sucht seine Nahrung z.B. an kleinen Tümpeln, an schlammigen Uferflächen und in Waldbächen. Dort stochern sie nach Würmern. Was fressen Waldwasserläufer? Ihre Nahrung besteht aus Würmern, aus Larven, Krebstieren, aus Wasserinsekten und Spinnen. Auch kleine Fische stehen auf ihrem Speiseplan.
Der Mensch steht ganz oben auf der Liste der Feinde, er zerstört durch Abholzung der Wälder ihre Brutplätze und Lebensräume. Für den Klimawandel trägt der Mensch auch die Verantwortung. Durch Waldbrände, durch Hagel und durch Starkregen werden viele Bruten zerstört. Zu den natürlichen Feinden zählen z.B. die Marder, die Greifvögel, die Eulen und die Rabenvögel.
Name: Waldwasserläufer
Englischer Name: Green sandpiper
Spanischer Name: Andarrios grande
Französischer Name: Chevalier cul-blanc
Italienischer Name: Piro piro culbianco
Lateinischer Name: Tringa glareola
Ordnug: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Gattung: Wasserläufer (Tringa)
Familie: Schnepfenvögel
Art: Waldwasserläufer
Vorkommen: Europa, Afrika, Asien
Lebensraum: Kulturland, Moore, versumpfte Waldflächen, Fliessgewässer, Seen, Feuchtgebiete
Stimme: tlui-ititit
Ruf: gigigigi
Größe: ca. 23 cm
Gewicht: ca. 85g
Flügelspannweite: 45 cm
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: Mai bis Juli
Brutplatz: Baumbrüter (fremde Nester), selten am Boden
Eier/Gelegegröße: 4
Brutdauer: 23 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Flugfähig: ca. 28 Tage
Nahrung: Würmer, Insekten, Spinnen, Larven, Krebstiere, kleine Fische
Feinde: Mensch, Vogelgrippe, Parasiten, Greifvögel, Eulen, Marder. Rabenvögel
Alter: Lebenserwartung 15 Jahre
Zugvogel: Ja – Langstreckenzieher
Winterquartier: Europa, Afrika, Asien
Verhalten: Bei Gefahr werden die Feinde weggelockt
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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