Die Ohrenlerche (Eremophila alpestris) hat ihren Namen durch ihre Federohren bekommen. Sie gehört zur Familie der Lerchen (Alaudidae). Verbreitung und Vorkommen: Man kann die Ohrenlerche in Europa, in Amerika und Afrika beobachten. Die Ohrenlerche gehört zu den Zugvögeln. Im Herbst sieht man sie bei uns in Deutschland im Wattenmeer nach Nahrung suchen. Die Ohrenlerche ist mit ihren 17 cm fast so groß wie die Feldlerche. Wie sieht eine Ohrenlerche aus? Zum Aussehen, zur Bestimmung und zur Beschreibung zeige ich Euch Bilder.
Männchen und Weibchen der Ohrenlerche sehen auf den ersten Blick gleich aus. Der Unterschied liegt in der Größe und im Gewicht. Das Weibchen ist größer und schwerer. Die Farben vom Weibchen und von den Jungvögeln sind blasser. Während der Brutzeit hat das Ohrenlerchen Weibchen ein sehr blasses, fast weißes Gesicht.
Die Oberseite ist mittelbraun bis sandgrau. Die Unterseite ist weiß mit einem schwarzen Brustband. Die Ohrenlerche hat einen gelb schwarzen Kopf mit kleinen Federohren, wie Ihr auf dem nächsten Bild sehen könnt.
Es gibt auch noch andere Vögel mit Federohren. Wie z.B. den Uhu, die Waldohreule oder die Sumpfohreule.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, das Gelege (Eier), die Brutzeit, die Brutdauer, das Gewicht die Größe, die Lebenserwartung, die Nahrung, die Feinde, das Alter oder die Flügelspannweite, dann schaut unten im Steckbrief für Kinder nach.
Wie sehen die Ohrenlerchen aus, wenn sie fliegen? Ich habe auch die Ohrenlerchen im Flug fotografiert. Man erkennt die Ohrenlerchen schon von weitem, ihr gelbes Gesicht und ihre schwarzen Backenstreifen fallen auf. Nun zwei Flugbilder von Ohrenlerchen.
Lebensraum: Wie sieht der Lebensraum von der Ohrenlerche aus? Ohrenlerchen haben zwei Lebensräume, einmal ihr Brutgebiet und dann ihr Winterquartier. Wir haben die Ohrenlerche schon häufiger in ihrem Brutgebiet auf Varanger beobachtet. Sie brütet in der Tundra im Geröllfeld. Im Herbst und Winter, auf ihrem Vogelzug, sieht man die Ohrenlerche z.B. an der Nordseeküste im Wattenmeer und in den Salzwiesen und an der Ostseeküste.
Die Ohrenlerche ist mit ihrem gelb schwarzen Kopf in ihrem Lebensraum leicht von den anderen Lerchen zu unterscheiden. Die Ohrenlerche gehört in Nordeuropa zu den Zugvögeln. Ihr Überwinterungsgebiet liegt in Mitteleuropa (sie bevorzugt Küsten). In Südosteuropa gehört die Ohrenlerche zu den Teilziehern. Im Winter sieht man die Ohrenlerche häufig mit Schneeammern zusammen nach Nahrung suchen.
Mit Beginn des Herbstes verlässt die Ohrenlerche ihr Brutgebiet in Nordnorwegen, und zieht über Finnland nach Schweden und dann entlang der Ostseeküste bis nach Südschweden. Wir haben die Ohrenlerche während ihres Vogelzuges auf Öland und in Falsterbo gesehen. Dann geht es weiter an der Dänischen Küste entlang bis z. B. nach Schleswig Holstein, in die Niederlande, nach Frankreich oder Spanien. Viele Ohrenlerchen überwintern in Deutschland an der Nord- oder Ostseeküste. Auf Helgoland und den ostfriesischen Inseln trifft man sie auch häufig an.
Während der Balz stellen sich die Männchen zur Schau und singen was das Zeug hält. Im Mai, hört man ihren schönen Balzgesang schon von weitem in der Tundra. Gesang: Der Ruf, die Stimme der Ohrenlerche ist ein „dididü“.
Wann brütet die Ohrenlerche? Ihre Brutgebiete liegen im nördlichen Europa in der Tundra und im südöstlichen Europa im Gebirge. Die Ohrenlerche hat meistens nur eine Jahresbrut. Sie brütet in der Zeit von Mai bis Juli. Ihr Nest baut die Ohrenlerche im verborgenen auf dem Boden. Es besteht aus einer kleinen Mulde die gut mit Grashalmen und Haaren ausgepolstert wird. Sie legt 4 Eier und bebrütet die Eier alleine. Die Brutdauer beträgt ca. 12 Tage. Die Nestlingsdauer beträgt auch ca. 12 Tage.
Während dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Wie so etwas aussieht, könnt Ihr Euch auf meiner Seite: der Bluthänfling ansehen.
Was fressen die Ohrenlerchen? Die Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Spinnen und auch Sämereien. Die jungen Ohrenlerchen werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Nach dem ausfliegen werden die Jungen noch eine Zeit von ihren Eltern gefüttert.
Im Herbst und Winter fressen die Ohrenlerche auch viele Sämereien.
Feinde: Zu den Feinden der Ohrenlerche gehören z.B. der Fuchs, die Raubmöwen, das Hermelin, Greifvögel und die Rentiere. Die Rentiere durchziehen das Brutgebiet und zerstören dabei hin und wieder die Gelege.
Die Raubmöwen kommen meistens mit mehreren.
Feind Nr.1 ist der Mensch. Er zerstört ihren Lebensraum und ist auch für den Klimawandel verantwortlich.
Wenn sich die Gelegenheit ergibt nehmen die Ohrenlerchen ein Sandbad um ihre Parasiten loszuwerden.
Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief für Kinder über die Ohrenlerche und außerdem der Name in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Lateinisch, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.
Aussehen: Siehe Foto
Wissenschaftlicher Name: Eremophila alpestris
Art: Ohrenlerche
Familie: Lerchen (Alaudidae)
Englischer Name: Shore Lark
Spanischer Name: Alondra cornuda
Französischer Name: Alouette hausse-col
Italienischer Name: Allodola golagialla
Verbreitung: Europa, Russland, Asien
Größe: 17 cm
Gewicht: 45g
Flügelspannweite: 34 cm
Geschwindigkeiten: Unter Geschwindigkeit der Vögel
Fortpflanzung/Paarungszeit: April bis Juli
Brutzeit: Mai bis Juli
Bruten: 1 Jahresbrut
Anzahl der Eier/Gelegegröße: 4 Eier
Brutdauer: 12 Tage
Nestlingsdauer: 12 Tage
Nahrung: Sämereien, Larven, Insekten, Spinnen
Alter: Lebenserwartung 5 Jahre
Zugvogel: Ja
Liste der Feinde: Klimawandel, Raubmöwen, Wiesel, Rentier, Greifvögel, Fuchs, Mensch
Rote Liste: Ja
Die fünf Sinne der Ohrenlerche
Weitere Infos und Steckbriefe zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe für Kinder.
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Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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