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Die Haubenlerche

Die Haubenlerche (Galerida cristata) gehört zur Familie der Lerchen und zu den Singvögeln. Die Lerche, mit der spitzen Haube auf dem Kopf, sieht man meistens auf sandigen Boden mit niedrigen Pflanzenbewuchs. In Hamburg ist es ein seltener Brutvogel geworden. Durch die Bebauung seiner Lebensräume, ist die Haubenlerche aus einigen Stadtteilen verschwunden. Verbreitung: Die Haubenlerche kann man in Europa, Asien und Afrika beobachten. Sie gehört zu den Zugvögeln. Mit ihren 19 cm ist die Haubenlerche genauso groß wie die Feldlerche. Wie sieht die Haubenlerche aus? Zum Aussehen und bestimmen zeige ich Euch Bilder. Sucht Ihr wo und wann sie brüten, was sie fressen, die Größe, das Gewicht, die Flügelspannweite, das Gelege, die Feinde oder ihr Habitat, dann schaut unten im Steckbrief für Kinder nach.

Aussehen der Haubenlerche

Bild zum Aussehen und bestimmen der Haubenlerche im Brutkleid

Männchen und Weibchen sehen im Gefieder gleich aus. Das Weibchen der Haubenlerche ist etwas schwerer und etwas größer. Nun zu den Hauptmerkmalen, die man zur Erkennung und zur Bestimmung der Haubenlerche braucht. Die spitze Federhaube auf dem Kopf und der leicht gebogene Schnabel sind die Hauptmerkmale bei dieser Lerchenart. Federkleid: Der Rücken ist hellbraun gestrichelt, die Unterseite ist weißlich, die Brust ist dunkel gestrichelt, die Beine sind hell und die Hinterzehen sind lang.

Aussehen und Bestimmung der Haubenlerche Aussehen und bestimmen der Haubenlerche Aussehen und erkennen der Haubenlerche
Bilder zum Aussehen und zur Bestimmung der Haubenlerche

Lebensraum von der Haubenlerche

Wie sieht das Habitat aus? Die Haubenlerche bevorzugt als Lebensraum, sandige Brachflächen mit wenig Pflanzenbewuchs. Man sieht sie häufig auf unbebauten Grundstücken, in Kieskulen, auf Wiesen und auf Feldern. Wir vernichten ihren natürlichen Lebensraum und die Haubenlerche reagiert und erobert sich einen neuen Lebenraum als Gebäudebrüter. Auch Haubenlerchen passen sich an, wie z.B. in Hamburg wo einige Haubenlerchen auf Flachdächern in Industriegebieten brüten. Nun ein paar Bilder zum Aussehen der Haubenlerche.

Sandiger Lebensraum/Habitat der Haubenlerche Lebensraum/Habitat der Haubenlerche Lebensraum/Habitat der Haubenlerche
Bilder zum Lebensraum/Habitat der Haubenlerche

Balz, Stimme/Ruf, Brutzeit, Brutverhalten

Während der Balz hört man ihre Rufe, Stimme und ihren Gesang. Ihre Stimme/Gesang ist ein flötender Ruf wie etwa triiüü-lii oder wi-wi-wjü. Gesungen wird von einer hohen Ansitzwarte aus. Man sieht die Paare auch in ihrem Habitat häufiger umherfliegen.

Bild zu Haubenlerchen bei der Balz

Haubenlerchen haben zwei Jahresbruten in der Zeit von April bis Juni. Ihr Nest bauen sie aus Gräsern, Blättern und Halmen am Boden. Sie legt 3-6 weißliche Eier die fein gesprenkelt sind. Die Brutdauer beträgt ca. 14 Tage und dann folgt eine Nestlingszeit von noch einmal 12 Tagen bis die Jungen ihr Nest verlassen. Die Jungen werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Können die Jungvögel fliegen (Ca. 15 Tage), dann werden die Jungen noch eine Zeit mit Nahrung versorgt, bis sie flügge sind und ihre Eltern verlassen.

Haubenlerche mit Nahrung/Futter für die Jungvögel

Wie sehen die Jungen von der Haubenlerche aus, wenn sie ihr Nest/Brutplatz verlassen haben? Zum Aussehen der Jungvögel zeige ich Euch einige Bilder auf denen Ihr die Jungen im ersten Federkleid sehen könnt. Jungvögel erkennt man an den weiß umsäumten Federn, wie man es gut auf dem ersten Foto sehen kann.

Junge Haubenlerche im ersten Federkleid 1 Federkleid - Jungvogel der Haubenlerche Jungvogel kühlt sich am Wasserloch ab
Bilder zum Federkleid von jungen Haubenlerchen

Nahrung von der Haubenlerche

Was fressen Haubenlerchen? Zur Nahrung der Haubenlerche gehören Insekten, Würmer, Larven, Sämereien, junge Triebe und Beeren. Man sieht die Lerche häufig auf unbebauten Grundstücken, auf Brachflächen in Kieskulen und auf Feldwegen am Boden nach Nahrung suchen.

Bild zur Nahrung der Haubenlerche (Würmer, Insekten)

Feinde von der Haubenlerche

Ja, auch die Haubenlerche hat Feinde. Der Mensch vernichtet ihren Lebensraum/Habitat. Außerdem werden die Insekten, Nahrung der Lerchen, mit Insektiziden vergiftet. Zu den natürlichen Feinden zählen die Greifvögel, die Rabenvögel, die Marder, die Füchse, das Wetter (Starkregen, Hagel, Sturm), Feuer, Vogelkrankheiten und Parasiten.

Pestizide und Insektizide Feind der Haubenlerche Sperber - Greifvögel Feind der Haubenlerchen Katze - Feind der Haubenlerchen
Bilder zu Feinde der Haubenlerche (Greifvögel, Katze, Pestizide u.s.w.)

Unterschied Haubenlerche Feldlerche

Den Unterschied zwischen den beiden Lerchenarten sieht man am Kopf. Die Haubenlerche hat einen leicht gebogenen Schnabel und eine spitze Federhaube auf dem Kopf. Und die Feldlerche hat einen geraden Schnabel und ihre Haube stellt sie nur bei Gefahr auf, oder wenn sie aufgeregt ist. Mehr Infos zur Feldlerche und anderen Lerchenarten in Deutschland, findet Ihr unter die Feldlerche und Lerchen Steckbriefe. In Spanien wird die Haubenlerche häufig mit der Theklalerche verwechselt.

Unterschied: Haubenlerche Unterschied: Feldlerche
Bilder zu Merkmale und Unterschied Haubenlerche Feldlerche

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief für Kinder über die Haubenlerche und außerdem der Name in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Latein, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Haubenlerche Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Galerida cristata
Art: Haubenlerche
Familie: Lerchen (Alaudidae)
Englischer Name: Crested Lark
Spanischer Name: Cogujada Comun
Französischer Name: Cochevis huppe
Italienischer Name: Capellaccia
Vorkommen: Europa, Asien, Afrika
Lebensraum: offene Kulturlandschaften, sandige Flächen mit kurzer niedriger Vegetation
Geschwindigkeiten: unter Geschwindigkeit der Vögel
Kopf/Schnabel: Unter Kopf/Schnabelform
Größe: Weibchen 19 cm, Männchen 18 cm
Gewicht: 38-45g
Flügelspannweite: 35 cm
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Brut: 2 Jahresbruten
Brutzeit: April bis Juni
Brutplatz: Boden
Eier/Gelegegröße: 3-6 (fein gefleckt)
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: ca. 12 Tage
Nahrung: Insekten, Würmer, Spinnen, Schnecken, Larven, Sämereien, Beeren, Pflanzentriebe
Feinde: Mensch, Wetter, Parasiten, Katzen, Greifvögel, Eulen, Wiesel, Fuchs, Marder
Zugvogel: Ja
Zugverhalten: Standvogel und Kurzstreckenzieher
Alter: Lebenserwartung 7-10 Jahre
Rote Liste: Ja
Wann lernen Haubenlerchen fliegen
Merkmal: Spitze Federhaube auf dem Kopf
Die fünf Sinne der Haubenlerche
Weitere Infos über Lerchen und Vogelberingung, unter Lerchen Steckbriefe und alles über Vögel

Bilder zu meinen Beobachtungen

Haubenlerche mit Nahrung/Futter für die Jungen Haubenlerche im Brutgebiet Haubenlerche und Spatz
Bilder zu meinen Beobachtungen bei der Haubenlerche

Wollt Ihr zum Thema Vogelkunde – Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Unterrichtsentwurf Vögel: Meine Seite die Haubenlerche ist für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge, Präsentationen und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachunterricht, für Artensteckbriefe, für Arbeitsblätter und für Referate oder einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr Stichpunkte, Merkmale und Besonderheiten für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel. Sucht Ihr Tiersteckbriefe, dann besucht meine Seite: Steckbriefe über Tiere. Wie z.B. Hund, Katze, Maus, Pferd, Eichhörnchen, Schaf u.s.w.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa auf Island, in Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark), in Holland, in Irland, in Schottland, in England, in Ungarn, in Österreich, in Frankreich, in Portugal, in Italien, in der Schweiz, in Belgien, in Griechenland, in Luxemburg, in Spanien, in Portugal in Deutschland in Berlin, in Hamburg an der Elbe, in Bremen, in NRW, in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in Hessen, im Saarland, in Bayern, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern in der Lewitz, in Thüringen, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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