Ihr wollt etwas über den kleinen Strandläufer erfahren, dann seid Ihr hier richtig. Der Sanderling gehört zur Familie der Schnepfenvögel und zur Gattung der Strandläufer. Wir haben den Sanderling in Deutschland auf dem Vogelzug an der Nordseeküste im Wattenmeer, an den Küsten von Skandinavien, auf Island und an den Küsten von Spanien beobachtet. Mit einer Größe von 21 cm und einer Flügelspannweite von ca. 40 cm ist der Sanderling genauso groß wie der Alpenstrandläufer. Man sieht sie auch im Winter gemeinsam nach Nahrung suchen. Wie sieht der Sanderling im Prachtkleid und Brutkleid aus?
Männchen und Weibchen sehen im Brutkleid und im Schlichtkleid gleich aus. Man unterscheidet sie an der Größe und am Gewicht. Das Weibchen ist etwas größer und schwerer. Zum Aussehen und zur Bestimmung zeige ich zusätzlich einige Bilder zum besseren Verständnis. Auf dem nächsten Bild mausern sie gerade vom Schlichtkleid ins Brutkleid.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Nahrung, den Lebensraum, den Brutplatz, die Brutzeit, das Gelege/Eier, Vorkommen, Brutplatz, die Größe, die Merkmale und das Brutgebiet, dann schaut unten im Steckbrief nach.
Nun zum Gefieder vom Sanderling Männchen und Weibchen im Prachtkleid beziehungsweise Brutkleid. Kopf und Rücken sind schwarz hellbraun und rostrot marmoriert, die Brust ist rostrot mit dunklen Strichen, der Bauch ist reinweiß, die Beine und der Schnabel sind schwarz.
Im Schlichtkleid, im Winter, sind der Rücken und Kopf hellgrau, die Unterseite reinweiß, der Schnabel ist gerade und tiefschwarz und die Beine sind glänzend schwarz.
Damit ihr die Sanderlinge auch im Flug erkennen könnt, zeige ich Euch ein Flugbild auf dem ihr den Unterschied zwischen Alpenstrandläufern und Sanderlingen sehen könnt. Die mit dem grauen Rücken sind die Sanderlinge.
Auch der Sanderling hat verschiedene Lebensräume. Zu einen das Winterquartier und zum anderen ihr Brutgebiet. Das Brutgebiet liegt in der arktischen Tundra. Ihr Lebensraum im Winter sind die Küsten entlang der Nordsee, das Wattenmeer, die Küsten am Mittelmeer und die Strände und Lagunen am Atlantischen Ozean in Afrika.
Die Balz fängt schon im Winterquartier an und wird auf den Rastplätzen, auf ihrem Vogelzug ins Brutgebiet, fortgeführt. Während der Balz und auf ihren Rastplätzen in die arktische Tundra hört man auch ihre Stimme beziehungsweise die Rufe. Der Ruf ist ein scharfes pitt. Die Stimme der Gesang ist ein aufgereites dreet. Hat sich ein Paar gefunden bleiben sie lebenslang zusammen und das können laut Ringfund schon mal 18 Jahre sein.
Einige balzen noch im Brutgebiet und andere fangen sofort mit den Nestbau an. Das Nest ist eine Mulde am Boden. Der Sanderling hat meistens nur eine Jahresbrut in der Zeit von Ende Mai bis Ende Juni. Sie legt 4 olivgrüne Eier mit dunklen Flecken. Die Eier werden von beiden Eltern ca. 26 Tage bebrütet. Die jungen Küken tragen ein gräuliches Dunenkleid. Die Jungvögel gehören zu den Nestflüchtern und suchen ihre Nahrung von Anfang an selber. Nach ca. 3 Wochen sind sie flügge.
Was fressen Sanderlinge? Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Krebstieren, jungen Pflanzenteilen und Sämereien. Beim Spaziergang am Strand, sieht man häufig den Sanderling am Wassersaum nach Nahrung suchen. Sie sind ständig in Bewegung um Nahrung aufzunehmen, und dabe weichen sie immer den Wellen aus.
Auch der kleine Sanderling hat Feinde. Der Mensch steht ganz oben auf der Liste. Er zerstört ihren Lebensraum, vermüllt und vergiftet die Weltmeere und für den Klimawandel ist der Mensch auch verantwortlich. Durch die Erderwärmung brechen immer mehr Gletscher ab.
Durch Starkregen, Hagel und Brände werden viele Bruten zerstört. Zu den natürlichen Feinden zählen unter anderem die Raubmöwen, der Polarfuchs, das Wiesel, die Greifvögel, die Rabenvögel, die Parasiten, die Vogelgrippe und die Großmöwen.
Sanderlinge sind die einzigsten Strandläufer mit nur drei Zehen. Wie ihr auf dem nächsten Bild sehen könnt fehlt die Hinterzehe.
Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Sanderling und außerdem der Name in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Latein, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.
Name: Sanderling
Lateinischer Name: Calidris alba
Englischer Name: sanderling
Spanischer Name: Correlimos zarapitin
Französischer Name: Becasseau sanderling
Italienischer Name: Piovanello tridattilo
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Schnepfenvögel
Gattung: Strandläufer
Art: Sanderling
Verbreitung: Europa, Russland, Kanada, Asien, Australien, Afrika
Vorkommen: Europa (Deutschland, Island, Skandinavien), Russland
Lebensraum: Wattenmeer, Küsten, Tundra, Moore
Größe: ca 21 cm
Gewicht: ca.63g
Flügelspannweite: 40 cm
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Balz: März-Mai
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: Mai bis Juni
Brutort: Arktische Tundra
Brutplatz: Bodenbrüter
Eier: 4
Brutdauer: ca. 26 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Nahrung: Würmer, Larven, Insekten, Krebstiere, Schnecken
Feinde: Mensch, Klimawandel, Vogelgrippe, Parasiten, Wiesel, Polarfuchs, Rabenvögel, Raubmöwen, Greifvögel
Zugvogel: Ja
Winterquartier: Afrika
Alter: Lebenserwartung 10 Jahre
Höchstalter: 18 Jahre (Wiederfund)
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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