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Die Schleiereule

Die Schleiereule gehört zur Familie der Schleiereulen (Tytonidae). Es gibt weltweit viele Unterarten. Die Schleiereule hat keine Federohren wie der Uhu. Mit ihren ca. 35 cm ist sie größer als die Waldohreule. Vorkommen: Man kann die Schleiereule in Europa, Amerika, Afrika, Asien und Australien beobachten. Die Schleiereule sieht man meistens erst in der Dämmerung, wenn sie auf die Jagd geht. Wie sieht die Schleiereule aus? Zum Aussehen und bestimmen zeige ich Euch einige Bilder. Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, das Alter, die Größe, die Flügelspannweite, die Brutzeit, die Nahrung, den Lebensraum oder wieviel Eier sie legt, dann schaut unten im Steckbrief für Kinder nach.

Aussehen der Schleiereule

Bild zum Aussehen und bestimmen der Schleiereule

Schleiereulen sehen im Gefieder (Unterart) je nach Standort unterschiedlich aus. Im Süden von Europa sind sie im Gefieder heller als im Norden von Deutschland. Männchen und Weibchen sehen im Gefieder fast gleich aus. Man unterscheidet sie am besten an ihrer Größe. Das Weibchen ist etwas größer, schwerer und im Gefieder dunkler. Aussehen vom Gefieder: Ihre Oberseite ist bräunlich graublau je nach Lichteinfall, die Augen sind schwarz, der Schnabel ist hell, ihr herzförmiges Gesicht ist weiß, die Unterseite ist weiß bis rosagelb mit Punkten. Die auffälligen langen Beine sind komplet befiedert. Flugbild: Im Flug sieht sie von unten weiß aus und die Oberseite mit Schwanzfedern sind dünn gebändert.

Bild zum Aussehen und bestimmen der Schleiereule

Durch ihren weißen herzförmigen Gesichtsschleier, wodurch sie ihren Namen bekam, ist sie mit anderen Eulen nicht zu verwechseln. Die Schleiereule hat ein sehr weiches Gefieder und sie besitzt keine kleinen Federohren, wie einige anderen Eulenarten.

Bild zum herzförmigen Gesichtsschleier der Schleiereule (Namensgebung)

Lebensraum der Schleiereule

Wie sieht der Lebensraum aus? Dazu einige Bilder. Schleiereulen bevorzugen Lebensräume in menschlicher Nähe. Ihre Brutplätze befinden sich meistens auf Dachböden in Scheunen, in Bauernhäusern, in Kirchtürmen, in alten Burgen und sie nutzen auch für sie aufgehängte Nisthilfen/Nistkasten. In ihrem Lebensraum brauchen sie offene oder halb-offene Kulturlandschaft zum jagen auf Mäusen. Die Schleiereule Jagt vom Ansitz aus oder im Suchflug.

Bild zum Lebensraum der Schleiereule Bild zum Lebensraum der Schleiereule Bild zum Lebensraum der Schleiereule
Bilder zum Lebensraum der Schleiereule

Wo brüten Schleiereulen?

Gebäudebrüter und Bauwerksbrüter: Schleiereulen brüten in Bauernhäusern, auf Dachböden in Scheunen, in Kirchtürmen, in alten Trafohäusern, in großen Baumhöhlen (selten) und in Nisthilfen/Nistkasten.

Bild zur Nisthilfe/Brutplatz für Schleiereulen Bauernhaus - Brutplatz für Schleiereulen Scheunen - Brutplatz für Schleiereulen
Bilder zum Brutplatz von Schleiereulen

Balz, Ruf/Stimme, Brutverhalten, Aufzucht

Die Balz findet im dunklen statt, sie fliegen mehr herum und man hört sie dann mehr Rufen. Die Stimme der Ruf ist ein chrüüri. Bei Gefahr am Brutplatz fauchen sie und klappern mit dem Schnabel, wie auch andere Eulen.
Schleiereulen haben 1-2 Jahresbruten, abhängig von den Mäusen, in der Zeit von April bis Juni. In einem schlechten Mäusejahr gibt es nur eine Brut. Sie legt 4-10 weiße Eier. Die Eier werden in einer dunklen Ecke auf den Dachboden gelegt, denn Eulen bauen keine Nester. Die Brutdauer beträgt 30-34 Tage. Die Eier werden vom Weibchen und Männchen gleichermaßen bebrütet. Die Jungen gehören zu den Nesthockern. Die jungen Küken werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Die Nestlingsdauer beträgt ca. 50 Tage bis sie flügge sind. Mehr Infos über das Fliegen lernen unter, wann lernen Vögel fliegen.

Bild zu Schleiereule verlässt Brutplatz

Nahrung der Schleiereule

Was fressen Schleiereulen? Die Nahrung besteht überwiegend aus Kleinnagern wie z.B. Mäusen. Hin und wieder wird auch mal ein Vogel verspeist. Gibt es ein schlechtes Mäusejahr, dann gibt es auch ein schlechtes Jahr für die Schleiereulen. Viele Jungvögel verhungern dann im Nest.

Bild zur Nahrung der Schleiereule

Feinde der Schleiereule

Auch die Schleiereule hat Feinde. Feind Nr.1 ist der Mensch er stellt ihn nach, zerstört ihren Lebensraum und vergiftet ihre Nahrung mit Pestiziden. Zu den natürlichen Feinden zählt das Wetter, die Parasiten, die Eulen (Uhu, Waldohreule, Waldkauz), Greifvögel, Marder, Waschbär, Rabenvögel.
Wetter: Bei z.B. zuviel Regen saufen die Mäuse ab und die Schleiereule findet keine Nahrung mehr.

Vergiftet die Nahrung und zerstört den Lebensraum Uhu - Feind der Schleiereule Waschbär - Feind der Schleiereule
Bilder zu Feinde der Schleiereule

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über die Schleiereule und außerdem der Name in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Latein, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Schleiereule Steckbrief für Kinder

Wissenschaftlicher Name: Tyto alba
Englischer Name: Barn Owl
Spanischer Name: Lechuza Común
Französischer Name: Chouette effraie
Italienischer Name: Barbagianni
Familie: Schleiereulen (Tytonidae)
Größe: 35 cm
Vorkommen: Weltweit – Europa, Asien, Afrika, Amerika, Australien
Lebensraum: Offene/halb-offene Kulturlandschaft in der Nähe von Bauernhöfen und Siedlungen
Gewicht: Männchen ca. 300g, Weibchen ca 400g
Flügelspannweite: 92 cm
Geschwindigkeiten: unter Geschwindigkeit der Vögel
Schnabel: Unter Vogelkopf/Schnabelform
Brut: 1-2 Jahresbruten
Fortpflanzung/Paarungszeit: März bis Juni
Brutzeit: April bis Juni
Brutplatz: Höhlenbrüter, Dachboden, Baum, Nisthilfe, Scheune, Kirchturm
Eier/Gelegegröße: 4-10
Brutdauer: 33-34 Tage
Nestlingszeit: 50 Tage
Nahrung: Mäuse, selten Vögel, Amphibien und Insekten
Alter: Lebenserwartung 20 Jahre
Feinde: Wetter, Parasiten, Uhu, Eulen, Sperber, Habicht, Marder, Krähen, Mensch
Zugvogel: Nein
Die fünf Sinne bei der Schleiereule
Weitere Informationen, Besonderheiten und Unterschiede über Eulen-Arten auf meiner Seite, Eulen-Beobachtungen.

Bilder zu meinen Beobachtungen

In Hamburg sind in den letzten Jahren die Schleiereulen zurückgegangen. Die Stadt braucht Bauland und Lebensraum verschwindet. Schleiereulen lassen sich sehr schwer fotografieren, denn sie verlassen sehr spät abends ihren Brutplatz. Alte Trafohäuser dienen heute als Brutplätze für viele Vögel, auch für die Schleiereule. Im Winter sieht man die Schleiereule auch am Tag unter Brücken, die sie als Tageseinstand nutzen. Dort findet man auch viele Gewölle.

Altes Trafohaus - Brutplatz für Schleiereulen Tageseinstand der Schleiereule Gewölle von der Schleiereule
Bilder zu meinen Beobachtungen bei der Schleiereule

Wollt Ihr zum Thema Vogelkunde – Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Die verschiedenen Eulen-Steckbriefe sind für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge, Präsentationen und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachkundeunterricht, für Arbeitsblätter, für Artensteckbriefe und für Referate oder für einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr Stichpunkte, Merkmale und Besonderheiten für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel. Sucht Ihr auch Tiersteckbriefe, dann besucht die Seite: Tiersteckbriefe. Dort findet Ihr etwas über Hunde, Katzen, Mäuse, Hasen u.s.w.
Für die Kinder in der Vorschule und für die Kinder in der Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern, mit Vogel-Portraits oder Vogelbilder zum lernen. Am Ende der Seite findet Ihr immer eine Liste über weitere Vogelbeobachtungen.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa auf Island, in Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark), in Holland, in England, in Polen, in Österreich, in der Schweiz, in Belgien, in Irland, in Italien, in Frankreich, in Portugal, in Spanien, in Griechenland, in Deutschland in Berlin, in Hamburg an der Elbe, in Bremen, in NRW, in Baden-Württemberg, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Bayern, in Hessen, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern (Lewitz), in Thüringen, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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