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Die Mönchsgrasmücke

Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) gehört zur Familie der Grasmückenartigen (Sylviidae). Der kleine Singvogel gehört zu den Zugvögeln. Ihr Vorkommen erstreckt sich über Europa, Asien und Afrika. Wir haben die Mönchsgrasmücke nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, in Portugal (Madeira) und in Frankreich beobachtet. Ihr wollt wissen wie die Mönchsgrasmücke aussieht, dann seid Ihr hier richtig. Zum Aussehen, zur Bestimmung und zur Beschreibung zeige ich Euch einige Bilder. Mit einer Größe von ca. 14 cm und einer Flügelspannweite von 23 cm ist die Mönchsgrasmücke so groß wie unser Haussperling. Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, den Lebensraum, das Gewicht, das Alter, die Feinde, die Brutzeit oder die Nahrung, dann schaut unten im Steckbrief nach.

Aussehen Mönchsgrasmücke

Bild zum Aussehen und bestimmen von der Mönchsgrasmücke

Männchen und Weibchen sehen bei der Mönchsgrasmücke unterschiedlich aus. Das Männchen hat eine graubraune Oberseite, dunkle Augen, einen dunklen spitzen Schnabel, die Unterseite ist hellgrau, das Gesicht und die Kehle sind grau und das Gefieder am Oberkopf (Kopfplatte) ist schwarz. Beim Weibchen ist die Kopfplatte rotbraun. Bei den Jungvögeln ist die Kopfplatte blass rotbraun. Die Jungen sehen sonst den Weibchen zum verwechseln ähnlich. Nun ein paar Bilder zur Bestimmung und zum Aussehen.

Aussehen und bestimmen vom Männchen (Prachtkleid) Aussehen und bestimmen vom Weibchen (Brutkleid) Erkennen und bestimmen vom Jungvogel
Bilder zum Aussehen und bestimmen von der Mönchsgrasmücke

Lebensraum und Lebensweise

Man hört die Grasmücke meistens bevor man sie in ihrem Lebensraum sieht. Der Lebensraum von Mönchsgrasmücken variiert je nach Vorkommen (z.B. Südeuropa, Nordeuropa). Man kann sie in Auwäldern, Parkanlagen, Gärten, Friedhöfen und lichten Wäldern mit Unterholz beobachten. Bevorzugte Lebensräume sind Büsche mit Beeren, Hecken mit Baumbestand, Knicks (Feldgehölz) und feuchte Mischwälder mit Unterholz, wie z.B. bei uns in Hamburg das Heuckenlock. Nun ein paar Bilder zum Lebensraum.

Lebensraum von der Mönchsgrasmücke Lebensraum von der Mönchsgrasmücke Lebensraum von der Mönchsgrasmücke
Bilder zum Lebensraum von der Mönchsgrasmücke

Balz, Stimme/Ruf, Brutzeit, Brutverhalten

Im Februar hört man die Mönchsgrasmücken bei ihrer Balz rufen und singen. Der Warnruf ist ein scharfes tze. Der Lockruf ist ein tack, tack oder täck, täck. Der Gesang bei der Mönchsgrasmücke fängt leise abwechslungsreich und zwitschernd an, dann wird er immer lauter. Wenn die Männchen aus ihrem Winterquartier zurückgekommen sind, fangen sie sofort mit dem Nestbau an. Zwischendurch sitzen sie auf einer Warte und singen was das Zeug hält, um die Weibchen anzulocken. Hat sich ein Paar gefunden wird das Nest, das sich im Unterholz befindet, fertig gebaut. Das Nest besteht aus Grashalmen, Wurzeln und Tierhaaren.

Bild zum Mönchsgrasmücke Männchen beim Balzgesang

Mönchsgrasmücken haben 1-2 Jahresbruten (meistens 1) in der Zeit von April bis Juli. Sie legt 3-6 weißlich rotbraun gefleckte Eier. Die Eier werden vom Weibchen und Männchen warm gehalten. Die Brutdauer beträgt ca. 13 Tage und dann folgt eine Nestlingszeit von ca.12 Tagen. Beide Eltern versorgen die Jungen mit Nahrung. Die Jungvögel werden mit Insekten und Beeren gefüttert. Wenn die Jungvögel ihr Nest verlassen haben, werden sie noch einige Tage von Ihren Eltern zusätzlich mit Nahrung versorgt.

Bild zu Mönchsgrasmücke auf Nahrungssuche

Nahrung von der Mönchsgrasmücke

Was fressen Mönchsgrasmücken? Die Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Würmern, Spinnen, Früchten, Beeren (Holunderbeeren, Kirschen) und Nektar. Auf Madeira haben wir die Mönchsgramücke beobachtet, wie sie sich den Nektar aus den Blüten holte.

Beeren - Nahrung/Futter der Mönchsgrasmücke Nektar - Nahrung/Futter der Mönchsgrasmücke Insekten - Nahrung/Futter der Mönchsgrasmücke
Bilder zu Nahrung/Futter der Mönchsgrasmücke

Feinde von der Mönchsgrasmücke

Feind Nr. 1 ist mal wieder der Mensch. Er zerstört ihren Lebensraum und vergiftet durch Pflanzenschutzmittel ihre Nahrung. Zu den natürlichen Feinden zählt z.B. das Wetter (Starkregen, Hagel), die Parasiten, Infektionskrankheiten, der Sperber, die Rabenvögel, der Kuckuck, die Falken, das Eichhörnchen, der Marder und die Katzen.

Der Mensch vergiftet die Nahrung - Insekten Sperber - Feind der Mönchsgrasmücke Elster - Feind der Mönchsgrasmücke
Bilder zu Feinden der Mönchsgrasmücke

Nun noch ein paar Bilder zum besseren Verständnis meiner Aussage, das der Mensch den Lebensraum der Tiere zerstört. Auf den nächsten Bildern könnt Ihr sehen wie Naturschutz-Mitglieder den Lebensraum der Mönchsgrasmücke zerstören. Sie wollen eine neue Naturschutzfläche einrichten. Dafür müssen zahlreiche Vogelarten und Säugetiere ihren Lebensraum verlassen. Es wurden z.B. zahlreiche Pflanzenarten, Erlenbäume, Birkenbäume, Weidenbäume, Haselnusssträucher und Brombeerbüsche gerodet. Und warum wird so etwas gemacht? Damit sich die Naturschutzverbände (einzelne Personen) und Stiftungen in der Öffentlichkeit rühmen lassen können, was sie wieder tolles geschaffen haben. In Wirklichkeit haben sie nur, Natur die über Jahre gewachsen ist, zerstört. In den nächsten zehn Jahren brütet kein Vögel auf der neu angelegten Fläche. So sieht in meinen Augen kein nachhaltiger Naturschutz aus.

Zerstörung vom Lebensraum Zerstörung von Brutplätzen Zerstörung vom Lebensraum
Bilder zum zerstörten Lebensraum der Mönchsgrasmücke

Merkmale, Besonderheiten und Verhalten

Das Männchen hat eine auffälige schwarze Kappe auf dem Kopf und das Weibchen eine rotbraune Kappe (Oberkopf). Sie sind sehr störanfällig in ihrem Brutgebiet. Die Mönchsgrasmücke kommt auch im Garten an Futterstellen.

Bild zu Merkmale, Besonderheiten und Verhalten

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über die Mönchsgrasmücke und außerdem die Namen in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Latein, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Mönchsgrasmücke-Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Sylvia atricapilla
Englischer Name: Blackcap
Spanischer Name: Curruca capirotada
Französischer Name: Fauvette a tete noire
Italienischer Name: Capinera
Familie: Grasmückenartige
Verbreitung: Europa, Afrika, Asien
Lebensraum: Kulturlanschaften, Auwälder, Waldunterholz, Gärten, Friedhöfe, Parks
Größe: 13-14 cm
Gewicht: 19-21g
Flügelspannweite: 23 cm
Brut: 1-2 Jahresbruten
Brutzeit: April bis Juli
Brutplatz: Büsche, Hecken, Bäume, Sträucher
Eier: 3-5
Brutdauer: 12-14 Tage
Nestlingsdauer: 11-14 Tage
Nahrung: Insekten, Larven, Spinnen, Würmer, Sämereien, Beeren, Obst (z.B. Kirschen, Äpfel)
Liste der Feinde: Wetter, Parasiten, Infektionskrankheiten, Mensch, Sperber, Rabenvögel, Falken, Marder, Eichhörnchen
Zugvogel: Ja
Winterquartier: Afrika
Alter: 8 Jahre Lebenserwartung
Merkmale: Das Männchen hat eine schwarze Kappe auf dem Kopf und das Weibchen eine braune.

Bilder zu meinen Beobachtungen

Männchen im Prachtkleid bestimmen Weibchen von der Mönchsgrasmücke Männchen im Unterholz Lebensraum in Südeuropa/Madeira Mönchsgrasmücke auf Nahrungssuche Stimme: Männchen beim Balzgesang Mönchsgrasmücke, Girlitz und Stieglitz suchen Futter Männchen sucht Nektar/Nahrung Weibchen von der Mönchsgrasmücke
Bilder zu meinen Beobachtungen bei der Mönchsgrasmücke

Weiterhin viel Spaß auf meinen anderen Seiten, wie z.B. die Waldbaumläufer/Gartenbaumläufer oder das Wintergoldhähnchen.

Wollt Ihr zum Thema Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachkundeunterricht, für Arbeitsblätter, für Artensteckbriefe und für Referate oder für einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr alles für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel.
Für die Kinder in der Vorschule und für die Kinder in der Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa auf Island, in Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark), in Holland, in Irland, in Schottland, in England, in Ungarn, in Österreich, in Frankreich, in Portugal, in Italien, in der Schweiz, in Belgien, in Griechenland, in Luxemburg, in Spanien, in Portugal in Deutschland in Berlin, in Hamburg an der Elbe, in Bremen, in NRW, in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in Hessen, im Saarland, in Bayern, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern in der Lewitz, in Thüringen, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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