Überall wo die Uhus leben hinterlassen sie auch Spuren. Fangen wir mal mit dem bekanntesten Uhu Deutschlands an. Wie viele wissen brütet seit vielen Jahren ein Uhu auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. In den Wintermonaten kommt es häufig mal vor, dass z. B. eine gerupfte Ringeltaube bei stürmischem Wetter vom Vorratslager im Baum auf einen Grabstein fällt. Uhus haben alle ein Vorratslager.
Wenn man im Wald unterwegs ist stößt man auf verschiedene Spuren. Eine Spur könnte es schon sein, wenn man eine Taubenfeder in einer Tannenspitze sieht. Stößt man aber auf einen Rupfplatz der ganz öffentlich auf einer Anhöhe oder auf einem Wall liegt, kann man sich sicher sein, dass man sich in einem Uhu-Revier befindet.
Wenn man im Wald unter einem Nest steht und auf dem Boden liegen kleine Knochen, Igeldecken und z. B. Tauben-, Krähen-, oder Waldohreulenfedern kann man sicher sein, dass in diesem Nest ein Uhu gebrütet hat und hier seine Jungen aufgezogen hat.
Solltet Ihr mal eine ausgehöhlte Ratte im Wald finden, hat diese ein Uhu aus seinem Nest mitgenommen wo er grade seine Jungen gefüttert hat. Die Reste der Ratte frisst das Uhuweibchen hin und wieder auf ihrem Ansitz. Auf dem Weg dorthin wurde sie bestimmt von Krähen, Bussarden oder Habichten gestört.
Wer schon mal unten am Baum im Wurzelbereich eine runde Kuhle gesehen hat, wird sich wohl gefragt haben wer das gemacht hat. Es war der Uhu, der nicht wählerisch mit seinem Brutplatz ist. Schaut man genauer hin kann man in einigen Nestmulden Gewöllereste finden. Uhus nutzen gerne Baumstuppen als Ansitze, deshalb kann man auch dort oft Gewölle und Kotspritzer finden.
Auf dem nächsten Foto muss man schon genau hinsehen um ein Gewölle zu erkennen. Ich habe es selber erstmal zerlegt um auch sicher zu sein, dass es ein Uhugewölle ist.
In den Kieskuhlen sieht man die Spuren der Uhus wesentlich deutlicher als im Wald. An den Abbruchkanten sieht man schon von weitem die Rupfungen und die Kotspritzer.
Häufig sieht man auf den Sandhaufen auch Igeldecken, ausgewaschene Gewölle und Federn, die sich in den Pflanzen verfangen haben.
Seht Ihr in der Kieskuhle oder im Wald einen Fuchsbau dann schaut genauer hin, denn dort findet man häufig auch Spuren des Uhus.
Sehr interessant sind die Spuren vom Uhumännchen, wenn er abends seine Revierrufe in alle Richtungen absetzt. Wenn sich die jungen Uhus abends an den Abbruchkanten treffen hinterlassen sie auch interessante Spuren.
Der Uhu gehört zu den Brutvögeln, die in den Städten immer mehr zunehmen. Denn dort ist das Nahrungsangebot für ihn günstig (Ratten). Er hinterlässt auch dort seine Spuren. Man sieht z. B. Kotspritzer an Kirchtürmen, Igeldecken auf Flachdächern oder Gewölle auf Schrotthaufen wie im Hamburger Hafen. Mehr dazu auf der Seite Uhus in Hamburg.
Es ist wichtig, dass sich der Uhu in den Städten weiter ansiedelt, da er dafür sorgt, dass sich die Ratten, die Tauben und auch die Kaninchen nicht zu stark vermehren.
Weitere Informationen über den Uhu gibt es auf der Seite Der Uhu.
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