Die Aaskrähe wird westlich der Elbe auch Rabenkrähe genannt und östlich der Elbe Nebelkrähe. Beide sind eine Unterart der Aaskrähe. Die Rabenkrähe und die Nebelkrähe verpaaren sich auch miteinander. Man sieht die Aaskrähen in ganz Europa. Man sieht sie auf Wiesen und in Wäldern ebenso wie in Städten und Industriegebieten. Die Aaskrähe (Rabenkrähe) ist mit ca. 50 cm etwas kleiner als unser Mäusebussard und sie wird ca. 15 Jahre alt. Sie bleibt ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen.
Die Aaskrähe (Rabenkrähe) hat ein durchgehend schwarzes Gefieder und einen kräftigen Schnabel, der über dem Ansatz befiedert ist. In der Sonne schillert das Gefieder bläulich schwarz. Männchen und Weibchen sehen gleich aus, wobei das Weibchen etwas größer und schwerer ist. Die Nebelkrähe hat eine helle Unterseite und einen hellen Rücken.
Sie bauen ihre Nester gemeinsam hoch oben in den Baumwipfeln in Wäldern und an Straßenrändern. Die Nester werden aus Zweigen gebaut und die Nestmulde wird mit Moos und Gras ausgelegt. Die Aaskrähe (Rabenkrähe) hat eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni. Sie legt 2 bis 6 blaugrüne Eier mit braunschwarzen Flecken. Das Weibchen brütet alleine. Die Brutdauer beträgt ca. 20 Tage. Nach dem Schlüpfen bleibt das Weibchen die ersten Tage am Nest und wärmt die Jungen. Danach werden sie ca. 35 Tage von beiden Eltern gefüttert.
Wie ihr gerade sehen konntet ist eine Nebelkrähe mit einer Rabenkrähe eine Beziehung eingegangen. Und so entstehen auch in der Vogelwelt Mischlinge, die wie ihr gleich sehen könnt weiße Flecken im Gefieder aufweisen.
Die Aaskrähe zählt man zu den Allesfressern. Sie plündert Nester, frisst Würmer und Insekten ebenso wie Aas, Saat und Obst. Man sieht sie an Mülleimern und Müllkippen genauso wie an Futterstellen von Singvögeln, wo sie sich gerne die Meisenknödel klaut. Die Rabenkrähen sind sehr geschickt und einfallsreich bei ihrer Futtersuche.
Die Aaskrähen (Rabenkrähen) sind dafür bekannt, dass sie alle Fremdlinge aus ihrem Revier vertreiben. Sobald sich Greifvögel in der Nähe ihres Reviers aufhalten oder brüten, versuchen sie diese mit allen Mitteln zu vertreiben.
Häufig konnte ich beobachten, dass die Aaskrähen (Rabenkrähen) sich in großen Gruppen zusammen schließen um z. B. einen Uhu aus ihrem Revier zu vertreiben. Der Uhu zählt neben dem Menschen zu ihrem größten Feind, denn er frisst sie und verfüttert sie gerne an seine Jungen.
Nun zeige ich Euch noch ein Bild, auf dem man sieht wie abends die Krähen aus allen Richtungen zu einem Sammelplatz fliegen, um von dort aus ihren Schlafplatz aufzusuchen.
Zum Schluss zeige ich Euch noch drei Bilder. Auf dem ersten Bild wird ein Uhu gemobbt, auf dem zweiten Bild seht ihr den Kopf von einem Altvogel und auf dem dritten Bild sieht es aus als ob die Aaskrähe ein Drachen steigen lässt.
Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anregungen: