Der Turmfalke ist Vogel des Jahres 2007. Man kann ihn in ganz Europa sehen und man zählt sie zu den Kurzstreckenziehern. Der Ruf der Turmfalken wird von den meisten mit kikiki oder tititi bezeichnet. Den Turmfalken erkennt man schon von weitem an seinen spitzen Flügeln und dauerndem rütteln. Das Turmfalken Weibchen ist durchgehend rostbraun und quergebändert.
Turmfalken brüten in Elster- und Krähennestern, Kirchtürmen und auch in eigens für Falken gebauten Nisthilfen. Eine Anleitung zum Bau von Turmfalken-Nistkästen gibt es beim Bund Lemgo. Die Turmfalken haben eine Jahresbrut im Zeitraum von April bis Juli. Sie legt 4 bis 6 Eier und brütet ca. 30 Tage. Die Nestlingsdauer beträgt in der Regel 33 Tage. Danach werden sie noch 30 Tage gefüttert, bis die jungen Turmfalken selbstständig jagen können und dann das Revier ihrer Eltern verlassen. Turmfalken bleiben ein Leben lang zusammen.
Bei dem Turmfalken Männchen ist der Rücken heller und mit schwarzen Flecken versehen. Der Kopf und der Schwanz sind blaugrau, wobei der Schwanz eine schwarze Endbinde hat.
Turmfalken sind ungefähr 38 cm groß und sie können bis zu 15 Jahre alt werden. Man kann sie im Frühjahr gut beim Balzflug beobachten. Turmfalken ernähren sich von Wühlmäusen, Käfern, großen Insekten, Eidechsen, Regenwürmern und kleinen Vögeln.
Auf seinem Speiseplan stehen Wühlmäuse an erster Stelle, die meistens beim Rütteln erspäht werden.
Um Energie zu sparen wird im Winter vom Ansitz aus nach Beute Ausschau gehalten.
Häufiger konnten wir auch schon beobachten das sich die Turmfalken Regenwürmer suchen.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in den Elbauen an den Deichen gemacht. Sind wir mit dem Auto unterwegs sieht man ihn über der Straßenböschung rütteln oder auch schon mal auf einem Begrenzungspfahl sitzen.
In einer Ladeluke am alten Speicher im Hamburger Freihafen, entdeckten wir durch Zufall ein Turmfalkennest mit 5 jungen Falken die kurz vorm ausfliegen sind.
Ich stehe auf der anderen Seite des Kanals, ca. 80 Meter entfernt. Von hier aus kann man die Falken gut beobachten wenn sie gefüttert werden. Wenn das Jiepen losgeht, weiß man dass gleich ein Altvogel mit Beute vorbei kommt.
Wie man hier sieht stürzen sich alle auf das Turmfalken Weibchen, denn jeder will der erste an der Beute sein.
Der schnellste schnappt sich die Maus, und nimmt sofort die Beutestellung ein. Wie man hier gut sehen kann, rechts ist der glückliche mit der Maus und der Rest bleibt gelassen beim Turmfalken Weibchen sitzen. Hieraus kann man schließen, dass genügend Nahrung vorhanden ist — sonst würde es vielleicht bei 5 jungen Turmfalken Machtkämpfe um das Futter geben.
Mehr zum Turmfalken gibt es im Artikel über Turmfalken bei der Balz.
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