Die Nilgans

Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) stammt ursprünglich aus Afrika. Später wurde die Nilgans als Ziervogel in Großbritannien angesiedelt. Von dort aus breitet sie sich über ganz Mitteleuropa aus. Sie gehört bei uns in Deutschland zu den Kurzstreckenziehern. Die Nilgans hat eine Größe von 65-75 cm. Der Ruf der Nilgans ist ein lautes Gackern. Wie sieht eine Nilgans aus? Zum Aussehen zeige ich Euch einige Bilder aus der Natur. Sucht Ihr das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Nahrung, die Brutzeit, die Flügelspannweite und die Größe, dann schaut unten im Steckbrief nach.

Aussehen: Nilgans
Aussehen: Nilgans bei uns in Deutschland

Gefieder: Die Nilgans wird auch oft mit der Rostgans verwechselt. Die Nilgans ist im Brutgeschehen sehr anpassungsfähig. Sie brütet auf Wiesen im hohen Gras sowie zwischen Steinen (in Afrika). Außerdem auf hohen Bäumen in großen verlassenen Nestern und auch im Wurzelwerk alter Bäume, wo ich sie beobachtet habe. Der Brutplatz der Nilgans lag 5 Meter neben dem Nest einer Graugans. Die beiden Paare haben sich im ganzen Verlauf des Brutgeschäftes nicht einmal gezankt oder angegriffen. Auch mit den nicht geschlechtsreifen Graugänsen, die täglich vorbeikamen gab es keinen Stress. Verhalten: Die Nilgans sei aggressiv — in diesem Fall kann ich das nicht bestätigen. Bei der Graugans sind zuerst die Jungen geschlüpft.

Aussehen: Graugans mit Jungen
Aussehen: Graugans mit jungen Küken in Hamburg Wilhelmsburg

Beim ersten Ausflug ist der Nilgansganter auf die Graugänse mit ihren Jungen unterwürfig schnatternd zugeschwommen und hat die Neubürger begrüßt.

Aussehen: Nilgansganter bei den Graugänsen
Aussehen: Nilgansganter bei den Graugänsen in ihrem Lebensraum

Gelege: Nilgänse legen meistens 5-8 Eier. Die Brutdauer beträgt ca. 28 Tage und die jungen Küken gehören zu den Nestflüchtern. Nach ein paar Tagen sind die Graugänse weitergezogen. Eine Woche hiernach schlüpften bei den Nilgänsen 6 Gössel (junge Küken). Als alle Nilgans-Küken das Nest verlassen hatten, ging es auf Nahrungssuche. Was fressen Nilgänse? Die Nahrung der Nilgänse besteht aus Gräsern, Sämereien, Würmern, kleinen Krebstieren, Schnecken und Wasserpflanzen. Am meisten fressen sie verschiedene Gräser und Wasserpflanzen.

Lebensweise: Nilgans mit Gösseln
Lebensweise: Nilgans mit Gösseln in der Natur

Die Nilgans Gössel kann man leicht mit den Brandgans Gösseln (jungen Küken) verwechseln.

Nilgans Gössel im Lebensraum Brandgans Gössel im Lebensraum
Nilgans und Brandgans Gössel in ihrem Lebensraum

Ein Junges der Nilgänse wurde gleich beim ersten Ausflug von einem Hecht verschluckt. Aber es gibt noch mehr Feinde: Wie z.B. Möwen, Fuchs, Marderhund, Greifvögel und der Mensch. Ich konnte beobachten wie ein Wanderfalke Nilgänse in seinem Revier angriff, um sie zu vertreiben. Verhalten: Der Nachwuchs der Nilgänse wird sehr schnell sich selber überlassen. Im Gegensatz zu den Graugänsen (die ihre Jungen nicht aus den Augen lassen) bleiben die Jungen der Nilgänse vom ersten Tag an, ein paar Stunden sich selbst überlassen. Nach einer Woche verließ die Nilgansfamilie ihr Brutgebiet. Man sah sie hin und wieder im Umkreis von 5km in Gräben und in Kanälen.

Bilder und Fotos von der Nilgans aus der Natur

Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in Hamburg Wilhelmsburg, im NSG Rhee, in den Elbauen und im Hamburger Hafen gemacht

Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B. der Wanderfalke oder Seeadler in Hamburg.

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über die Nilgans.

Nilgans-Steckbrief

Größe: 75cm
Gewicht: Männchen 2200g Weibchen 1800g
Flügelspannweite: 135 cm
Eier: 5-8(-12)
Brutdauer: 28 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Nahrung: Gras, Würmer, Schnecken, Sämereien
Alter: 15 Jahre
Zugvögel: Ja
Feinde: Mensch, Marder, Fuchs, Marderhund
Weitere Steckbriefe für Bio und Infos zum Thema Gänse, unter Gänse-Steckbriefe.

Wollt Ihr zum Thema, Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten und in der Schule für Vorträge in Biologie und für Referate im Biologieunterricht sehr beliebt.
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Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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