Die Nilgans stammt ursprünglich aus Afrika. Später wurde die Nilgans als Ziervogel in Großbritannien angesiedelt. Von dort aus breitet sie sich über ganz Mitteleuropa aus. Die Nilgans hat eine Größe von 65-75 cm. Der Ruf der Nilgans ist ein lautes Gackern.
Die Nilgans wird auch oft mit der Rostgans verwechselt. Die Nilgans ist im Brutgeschehen sehr anpassungsfähig. Sie brütet auf Wiesen im hohen Gras sowie zwischen Steinen (in Afrika). Außerdem auf hohen Bäumen in großen verlassenen Nestern und auch im Wurzelwerk alter Bäume, wo ich sie beobachtet habe. Der Brutplatz der Nilgans lag 5 Meter neben dem Nest einer Graugans. Die beiden Paare haben sich im ganzen Verlauf des Brutgeschäftes nicht einmal gezankt oder angegriffen. Auch mit den nicht geschlechtsreifen Graugänsen, die täglich vorbeikamen gab es keinen Stress. Die Nilgans sei aggressiv — in diesem Fall kann ich das nicht bestätigen. Bei der Graugans sind zuerst die Jungen geschlüpft.
Beim ersten Ausflug ist der Nilgansganter auf die Graugänse mit ihren Jungen unterwürfig schnatternd zugeschwommen und hat die Neubürger begrüßt.
Nach ein paar Tagen sind die Graugänse weitergezogen. Eine Woche hiernach schlüpften bei den Nilgänsen 6 Gössel.
Die Nilgans Gössel kann man leicht mit den Brandgans Gösseln verwechseln.
Ein Junges der Nilgänse wurde gleich beim ersten Ausflug von einem Hecht verschluckt. Der Nachwuchs der Nilgänse wird sehr schnell sich selber überlassen. Im Gegensatz zu den Graugänsen (die ihre Jungen nicht aus den Augen lassen) bleiben die Jungen der Nilgänse von ersten Tag an ein paar Stunden sich selbst überlassen. Auch nach einer Woche verließ die Nilgansfamilie ihr Brutgebiet. Man sah sie hin und wieder im Umkreis von 5km in Gräben und Kanälen.
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