Die Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) sieht man in ganz Europa. Aber nur spärlich. In Südeuropa gibt es vom Steinschmätzer noch Unterarten (Mittelmeersteinschmätzer). Sie gehören zu der Familie der Fliegenschnäpper (Scolopacidae). Ihren Namen haben sie von ihrer Stimme her bekommen und weil sie zu den Steinbewohner zählen. Die Steinschmätzer gehören zu den Zugvögeln. Ihr Winterquartier liegt in Afrika. Zur Zugzeit sieht man sie bei uns in Deutschland häufig auf Äckern und Wiesen. Durch ihren weißen Bürzel erkennt man sie schon von weitem beim auffliegen. Die Steinschmätzer brüten in offenen Landschaften, gerne in Kiesgruben, im hohen Norden auf hochgelegenen steinigen Wiesen und an Küsten. Wie sieht ein Steinschmätzer aus? Zum Aussehen zeige ich Euch auch einige Bilder. sucht Ihr die Flügelspannweite, das Gewicht, die Größe, das Alter oder die Brutzeit, dann schaut im Steckbrief nach.
Das Steinschmätzer Männchen sieht von weitem wie ein Raubwürger aus. Er ist aber wesentlich kleiner. Mit seinen 15 cm ist das Steinschmätzer Männchen etwa so groß wie der Haussperling. Er hat einen grauen Rücken mit dunkelbraunen Flügeln, und einen weißen Schwanz mit schwarzer Endbinde, die aussieht wie ein T. Er hat einen grauen Kopf mit einem schwarzen, spitzen Schnabel, einen weißen Überaugenstrich, einen schwarzen Augenstreifen, eine hellbeige Kehle, eine hellbeige Unterseite und schwarze Beine.
Das Steinschmätzer Weibchen hat einen hellgrauen Kopf und Rücken, und hell braune Flügel. Es hat aber keinen weißen Überaugenstrich und der schwarze Augenstrich ist nur ganz zart angedeutet. Im Flug ist der weiße Schwanz mit der Endbinde und dem T darauf genauso auffällig wie beim Männchen.
Während der Balz bietet das Männchen dem Weibchen mehrere Nistplätze an. Sie
sucht sich dann den besten aus. Die Stimme und der Ruf vom Steinschmätzer ist
ein „Giw Giw“ oder ein „Giw töcktöck“ mit krächzenden und schmatzenden Lauten.
Bei uns in Hamburg brütet der Steinschmätzer im Hamburger Hafen im
Industriegebiet.
Sie haben 1-2 Jahresbruten in der Zeit von April bis Juli. Steinschmätzer bauen ihr Nest in Erdlöchern (z.B. Kaninchenbauten), zwischen Steinen und in Felsspalten. Das Nest ist ein Napf aus Grashalmen, das mit Federn und Haaren aus gepolstert wird. Sie legen 4-6 bläuliche Eier mit einigen Flecken. Die Brutdauer beträgt 14 Tage. Das Weibchen brütet und das Männchen versorgt sie in der Zeit mit Nahrung. Die Nestlingsdauer beträgt 14 Tage. Die Jungen werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Das Männchen ist außerdem mit der Revierverteidigung beschäftigt. Er lockt auch die Feinde von den Jungen weg.
Ich konnte beobachten, das dass Weibchen viel häufiger als das Männchen zur Nahrungssuche aufbrach. Die Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Spinnen, Schnaken, Würmer und Schnecken.
Haben die jungen Steinschmätzer ihren Brutplatz verlassen, werden sie noch einige Zeit von ihren Eltern mit Nahrung versorgt. Ich konnte beobachten das die Steinschmätzer ihre Jungen, in der ersten Zeit nach verlassen des Nestes, ganz genau beobachten. Sobald im Revier Gefahr drohte, schlugen sie Alarm. Feinde: Zu ihren Feinden gehören z.B. die Raubmöwe, das Wiesel, der Marder, der Fuchs, die Katze, der Sperber und der Mensch.
Auf dem ersten Foto konntet Ihr gerade sehen, wie gut das Gefieder der jungen Steinschmätzer der Umgebung angepasst ist. Die jungen Steinschmätzer verlassen sich aber zu sehr auf ihre Tarnung und das wird ihnen zum Verhängnis. Ihre Feinde haben ein leichtes Spiel und viele kommen so im ersten Jahr ums Leben.
Und wie immer zu Schluss drei Bilder, diesmal vom Steinschmätzer.
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Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in Hamburg und in Nesseby gemacht.
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Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Steinschmätzer.
Größe: 15 cm
Gewicht: 30g
Flügelspannweite: 30 cm
Eier: 4-6
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: 14 Tage
Nahrung: Insekten,Spinnen, Würmer, Larven, Schnecken
Alter: 5 Jahre
Feinde: Raubmöwe, Wiesel, Marder, Katzen, Sperber, Mensch
Weitere Infos und Steckbriefe zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe.
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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