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Der Steinschmätzer

Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) gehören zu der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Vorkommen und Verbreitung: Man sieht sie in ganz Europa. Aber nur spärlich. In Südeuropa gibt es vom Steinschmätzer noch Unterarten (Mittelmeersteinschmätzer). Ihren Namen haben sie von ihrer Stimme her bekommen und weil sie zu den Steinbewohner zählen. Die Steinschmätzer gehören zu den Zugvögeln. Ihr Winterquartier liegt in Afrika. Zur Zugzeit sieht man sie bei uns in Deutschland häufig auf Äckern und Wiesen. Durch ihren weißen Bürzel erkennt man sie schon von weitem beim auffliegen. Lebensraum: Wo brüten Steinschmätzer? Die Steinschmätzer brüten in offenen Landschaften, gerne in Kiesgruben, im hohen Norden auf hochgelegenen steinigen Wiesen und an Küsten. Wie sieht ein Steinschmätzer aus? Zum Aussehen, zur Bestimmung und zur Beschreibung zeige ich Euch auch einige Bilder.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, die Flügelspannweite, das Gewicht, die Größe, das Gelege (Eier), die Lebenserwartung, das Alter, die Nahrung, die Feinde oder die Brutzeit, dann schaut im Steckbrief nach.

Brutgebiet-Brutrevier vom Steinschmätzer beobachten und bestimmen

Das Steinschmätzer Männchen sieht von weitem wie ein Raubwürger aus. Er ist aber wesentlich kleiner. Mit seinen 15 cm ist das Steinschmätzer Männchen etwa so groß wie der Haussperling. Er hat einen grauen Rücken mit dunkelbraunen Flügeln, und einen weißen Schwanz mit schwarzer Endbinde, die aussieht wie ein T. Er hat einen grauen Kopf mit einem schwarzen, spitzen Schnabel, einen weißen Überaugenstrich, einen schwarzen Augenstreifen, eine hellbeige Kehle, eine hellbeige Unterseite und schwarze Beine.

Aussehen: Steinschmätzer Männchen erkennen und bestimmen

Das Steinschmätzer Weibchen hat einen hellgrauen Kopf und Rücken, und hell braune Flügel. Es hat aber keinen weißen Überaugenstrich und der schwarze Augenstrich ist nur ganz zart angedeutet. Im Flug ist der weiße Schwanz mit der Endbinde und dem T darauf genauso auffällig wie beim Männchen.

Aussehen: Steinschmätzer Weibchen erkennen und bestimmen

Nun zur Lebensweise. Während der Balz bietet das Männchen dem Weibchen mehrere Nistplätze an. Sie sucht sich dann den besten aus. Stimme/Gesang: Die Stimme und der Ruf vom Steinschmätzer ist ein „Giw Giw“ oder ein „Giw töcktöck“ mit krächzenden und schmatzenden Lauten.
Bei uns in Hamburg brütet der Steinschmätzer im Hamburger Hafen im Industriegebiet.

Foto: Steinschmätzer-Paar im Industriegebiet in Hamburg

Wann brütet der Steinschmätzer? Sie haben 1-2 Jahresbruten in der Zeit von April bis Juli. Steinschmätzer bauen ihr Nest in Erdlöchern (z.B. Kaninchenbauten), zwischen Steinen und in Felsspalten. Das Nest ist ein Napf aus Grashalmen, das mit Federn und Haaren aus gepolstert wird. Sie legen 4-6 bläuliche Eier mit einigen Flecken. Die Brutdauer beträgt 14 Tage. Das Weibchen brütet und das Männchen versorgt sie in der Zeit mit Nahrung. Die Nestlingsdauer beträgt 14 Tage. Die Jungen werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Das Männchen ist außerdem mit der Revierverteidigung beschäftigt. Er lockt auch die Feinde von den Jungen weg.

Steinschmätzer Männchen bei der Revierverteidigung im Lebensraum

Nahrung: Ich konnte beobachten, das dass Weibchen viel häufiger als das Männchen zur Nahrungssuche aufbrach. Was fressen Steinschmätzer? Die Nahrung besteht aus Insekten, Larven, Spinnen, Schnaken, Würmer und Schnecken.

Steinschmätzer Weibchen mit Nahrung in ihrem Lebensraum

Haben die jungen Steinschmätzer ihren Brutplatz verlassen, werden sie noch einige Zeit von ihren Eltern mit Nahrung versorgt. Ich konnte beobachten das die Steinschmätzer ihre Jungen, in der ersten Zeit nach verlassen des Nestes, ganz genau beobachten. Sobald im Revier Gefahr drohte, schlugen sie Alarm. Feinde: Zu ihren Feinden gehören z.B. die Raubmöwe, das Wiesel, der Marder, der Fuchs, die Katze, der Sperber und der Mensch.

Junger Steinschmätzer Weibchen beobachtet ihre Jungen Junger Steinschmätzer sucht Nahrung
Steinschmätzer Bilder aus dem Lebensraum der Vögel

Auf dem ersten Foto konntet Ihr gerade sehen, wie gut das Gefieder der jungen Steinschmätzer der Umgebung angepasst ist. Die jungen Steinschmätzer verlassen sich aber zu sehr auf ihre Tarnung und das wird ihnen zum Verhängnis. Ihre Feinde haben ein leichtes Spiel und viele kommen so im ersten Jahr ums Leben.

Vogelart: Junger Steinschmätzer - gute Tarnung

Steinschmätzer-Arten

Es gibt einige Unterarten von Steinschmätzern. Ich zeige Euch hier einige Bilder von den seltenen Arten, wie z.B. dem Trauer-Steinschmätzer, dem Isabellsteinschmätzer und dem Nonnensteinschmätzer. Außerdem gibt es noch den Berg- und Mittelmeer-Steinschmätzer. Den Trauersteinschmätzer kann man in seinem Lebensraum in Spanien und Nordafrika beobachten. Der Isabellsteinschmätzer lebt in Asien und der Nonnensteinschmätzer hat sein Vorkommen z.B. in Asien, in Rumänien und in Bulgarien.

Aussehen vom Trauersteinschmätzer Aussehen vom Isabellsteinschmätzer Aussehen vom Nonnensteinschmätzer
Bilder zu Steinschmätzer-Arten

Und wie immer zu Schluss drei Bilder, diesmal vom Steinschmätzer.

Junger Steinschmätzer Junger Steinschmätzer Steinschmätzer Weibchen bestimmen
Steinschmätzer Bilder aus dem Lebensraum der Vögel

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Steinschmätzer und außerdem die Namen in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Latein, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Steinschmätzer-Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Oenanthe oenanthe
Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Englischer Name: Northern Wheatear
Spanischer Name: Collalba gris
Französischer Name: Traquet motteux
Italienischer Name: Culbianco
Größe: 15 cm
Gewicht: 30g
Flügelspannweite: 30 cm
Bruten: 2 Jahresbruten
Brutzeit: April bis Juli
Anzahl der Eier: 4-6
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: 14 Tage
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Larven, Schnecken
Alter: 5 Jahre Lebenserwartung
Liste der Feinde: Raubmöwe, Wiesel, Marder, Katzen, Sperber, Mensch
Zugvogel: Ja
Weitere Infos über die Vogelart und Steckbriefe zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe.

Häufig bekomme ich die Frage gestellt: „Ich habe einen kranken Vogel gefunden, was soll ich tun?” Die Antwort findet Ihr auf meiner Seite unter Kranker & verletzter Vogel gefunden.

Bilder zu meinen Beobachtungen

Männchen sucht Nahrung Jungvogel im Übergangskleid zum Männchen Altvogel unter Stress - Er macht sich größer
Bilder zu meinen Steinschmätzer Beobachtungen

Wollt Ihr zum Thema Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachkundeunterricht, für Arbeitsblätter, für Artensteckbriefe und für Referate oder für einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr alles für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel.
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Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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