Der Sperber

Der Sperber (Accipiter nisus) zählt zu den heimischen Greifvögeln. Man sieht den Sperber in ganz Deutschland, auch in den Städten. Wie z.B. Hamburg, Berlin, Bremen, München und Köln. Das Sperber-Weibchen ist mit seinen 40 cm genauso groß wie eine Ringeltaube. Sperber (Accipiter nisus) können bis zu 320g wiegen und sie werden bis zu 15 Jahre alt. Das Sperber-Männchen ist ein viertel kleiner, also so groß wie eine Türkentaube. Sucht Ihr nur das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Brutzeit, die Flügelspannweite und die Größe, dann schaut unten im Steckbrief nach. Aussehen: Wie sieht ein Sperber aus? Beim Sperbermännchen ist die Unterseite (Gefieder) leicht orange gebändert und die Oberseite blaugrau. Der Kopf ist klein, mit gelben Augen und einem gelben Augenring drumherum. So fällt das Auge vom Sperber mehr auf, als das Auge vom Habicht.

Aussehen: Sperber Männchen (Accipiter nisus)
Aussehen: Sperber Männchen (Accipiter nisus)

Beim Sperber-Weibchen ist die Unterseite grau gebändert und über dem Auge ein heller Streifen. Die Oberseite ist auch blaugrau, mitunter mit weißen Flecken.

Aussehen: Sperber Weibchen (Accipiter nisus) mit Beute in Hamburg
Aussehen: Sperber Weibchen (Accipiter nisus) mit Beute in Hamburg

Vorkommen und Verbreitung: Man sieht die Sperber fast in ganz Europa, mit Ausnahme von Island und Nordskandinavien. Sie gehören zu den Standvögeln (einheimische Vogelart) und zu den Kurzstreckenziehern. Sperber überwintern in ihrem Brutgebiet. Lebensraum: Sie bevorzugen Kulturlandschaften, Waldränder, Parks und Gärten. Was fressen Sperber? Beim Männchen besteht die Nahrung hauptsächlich aus Kleinvögeln meistens Meisen und Finken. Das Sperberweibchen nimmt Vögel bis zur Größe einer Taube. Lebensweise: Sperber bleiben meistens nur für eine Brutsaison zusammen. Sie bauen sich gemeinsam ein Nest aus Reisig. Sie haben eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni, in der sie 4 bis 6 Eier legen. Die Eier werden nur vom Weibchen ausgebrütet. Die Brutdauer beträgt bis zu 36 Tagen. Die Nestlingsdauer der jungen Sperber beträgt ca. 30 Tage, und dann folgt die Ästlingsdauer von ca. 3 Wochen. Während dieser Zeit hört man die Bettelrufe der jungen Sperber in der Nähe von Ihrem Horst. Die jungen Sperber verlassen im Herbst das Revier ihrer Eltern.
Sperber beim jagen zu beobachten ist schon beeindruckend, wie die nächsten Bilder zeigen. Wie z.B. hier, wenn das Sperberweibchen im Winter, aus einem Versteck heraus, eine Wacholderdrossel fängt. Im Winter sieht man den Sperber häufig in der Nähe von Vogelhäusern sitzen und auf seine Beute lauern. Hin und wieder fällt der Sperber auch im Sturzflug in unseren Garten ein.

Verhalten: Sperber beim Angriff im Winter Lebensraum: Sperber in Beutestellung Beute: Sperber mit Wacholderdrossel im Winter
Besonderheiten: Sperber (Accipiter nisus) beim Angriff und mit Beute

Das Sperberweibchen wird oft mit einem Habichtmännchen verwechselt. Um das zu vermeiden sollte man immer auf die Augen achten. Beim Habicht sind die Augen orangerot bis gelb, ohne gelben Rand ums Auge. Beim Sperber sind die Augen gelb mit einem gelben Ring herum, dadurch leuchten sie wesentlich mehr.

Aussehen: Habichtauge Aussehen: Sperberauge
Besonderheiten: Auge von Habicht und Sperber (Accipiter nisus)

Jagd-Verhalten: Der Sperber nutzt bei seiner Jagd meistens den Überraschungseffekt aus. Er ist ein sehr schneller und geschickter Flieger, aber hin und wieder kommt es auch beim Sperber zur Verletzung, bis hin zum Tode. Feind und Feinde: Warum haben Sperber so ein großes Jagdrevier? Die gejagten Vögel stellen sich sehr schnell auf ihren Feind ein, und aus diesem Grund fliegt der Sperber jeden Tag zu einer anderen Stelle in seinem Revier. Somit bleibt es beim Überraschungsangriff. Würde er ein kleines Revier haben, wüßten alle Vögel Bescheid und er hätte Mühe Beute zuschlagen. Auch der Sperber hat unter den Vögeln Feinde. Wie z.B. den Uhu, den Marder, die Krähen, den Habicht und den Menschen. Der Sperber wird durch Abholzung von Bäumen in Hamburg immer mehr zurückgedrängt. Viele Sperber (Raubvögel) fallen heute noch in Deutschland der illegalen Greifvogelverfolgung zum Opfer. Die Gefahren für Greifvögel lauern überall. Die Sperber-Seite und der kleine Steckbrief sind für Projekte im Kindergarten und in der Schule für Vorträge und Referate sehr beliebt. Hier könnt Ihr mehr über das Verhalten der Vögel erfahren.

Greifvogel: Sperber im Winter in der Natur Greifvogel: Sperber mit Türkentaube Greifvogel-Angriff: Sperber jagt Turmfalken
Jagdverhalten: Greifvogel-Bilder Sperber bei der Jagd und beim Fressen

Fotos und Bilder aus der Natur

Die besten Beobachtungen haben wir auf der Elbinsel Hamburg Wilhelmsburg, NSG Rhee, in Niedersachsen, in Schleswig-Holstein und im eigenen Garten gemacht.

Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B. der Bussard und der Wanderfalke. Und nun viel Spaß bei der eigenen Vogelbeobachtung, denn Vögel beobachten bringt immer wieder Spaß.

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Sperber.

Sperber-Steckbrief

Größe: Weibchen 40 cm, Männchen 30 cm
Gewicht: Weibchen 320g, Männchen 180g
Flügelspannweite: Weibchen 82 cm, Männchen 64 cm
Eier: 4-6
Brutdauer: 36 Tage
Nestlingsdauer: 30 Tage
Nahrung: Vögel
Alter: 15 Jahre
Zugvogel: Ja / in Deutschland Standvogel
Feinde: Uhu, Habicht, Marder, Krähen, Mensch
Weitere Infos und Steckbriefe zum Thema Greifvögel, unter Greifvogel-Steckbriefe oder Greifvögel und Eulen.

Wollt Ihr zum Thema, Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten und in der Schule für Vorträge in Biologie, für Artensteckbriefe und für Referate im Biologieunterricht sehr beliebt.
Für Vorschule und Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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