Den Bluthänfling sieht man in fast ganz Europa mit Ausnahme von
Nordskandinavien und Island. Er zählt zu den Teilziehern. Der
Lebensraum vom Bluthänfling erstreckt sich z.B. über Kiesgruben,
Heckenlandschaften, verwilderten Grünflächen mit Gebüsch und auf
Friedhöfe.
Den Bluthänfling nennt man häufig auch nur Hänfling. Er gehört zu den
Finkenarten. Der Bluthänfling ist mit seinen 14cm etwas kleiner als
ein Grünfink. Der Bluthänfling wiegt ca.
20g und er kann durchschnittlich bis zu 3 Jahre alt werden. Das
Männchen ist mit seinem hellgrauen Kopf, hellbraunen Rücken und seiner
blutroten Brust und Stirn zwischen Pflanzen gut getarnt.
Beim Bluthänfling Weibchen sind die Farben trüber und die Brust ist streifig gefleckt.
Bluthänflinge ernähren sich von verschiedensten Sämereien, von Pflanzen und von Bäumen. Während der Aufzucht der Kleinen werden auch Insekten und Blattläuse gesucht. Die Bluthänflinge sind sich ein Leben lang treu. Bluthänflinge sind dafür bekannt das sie in kleinen Kolonien brüten und auch gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Sie haben 2 Jahresbruten (manchmal 3) in der Zeit von März bis Juli. Das Nest wird aus Halmen und Fasern gebaut. Die Nestmulde wird mit Pflanzenwolle und Haaren ausgepolstert.
Das Bluthänfling Weibchen legt 4 bis 6 weißliche Eier mit braunroten Flecken. Die Brutzeit beträgt ca. 14 Tage. Die Nestlingszeit ebenso.
Das Weibchen ist für die Bebrütung der Eier alleine zuständig. Sie verlässt das Nest nur zur Körperhygiene. Während dieser Zeit hält das Männchen die Eier warm. Das Bluthänfling Männchen ist während der Brutzeit auch sehr beschäftigt, da es für das Weibchen das Futter besorgt und sie auch füttert.
Das Bluthänfling Weibchen bleibt die erste Zeit bei den Jungen und füttert sie mit einem Brei (zermalmte Sämereien und Insekten). Nach ein paar Tagen füttern dann beide Elternteile gemeinsam. Nun hat das Bluthänfling Männchen auch mal wieder Zeit in einer Pfütze in Ruhe ein Bad zu nehmen und auch auf einer Anhöhe seine Lieder zu zwitschern.
Unsere besten Beobachtungen haben wir in verschiedenen Kiesgruben, an der Hamburger Hallig und in Tönning in Schleswig Holstein gemacht.
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