Der Höckerschwan

Der Schwan wurde schon zur Zeit der Götter bei den Griechen verehrt (Göttin der Schönheit). Der Höckerschwan hat eine Größe von 1,60 m und ein Gewicht bis zu 12,5 kg. Somit zählt er zu den schwersten flugfähigen Vögeln in unseren Breiten, abgesehen von der Großtrappe, die 16 kg auf die Waage bringt.

Der Höckerschwan
Der Höckerschwan

Der Höckerschwan hat seinen Namen bezogen auf den Höcker über dem Schnabel. Beim Männchen ist der Höcker deutlich größer als beim Weibchen. Es gibt außerdem noch Sing- und Zwergschwäne.

Höckerschwan Männchen Höckerschwan Weibchen
Männchen und Weibchen

Der Schwan wurde schon sehr früh als Ziervogel in Parks gehalten. Man sieht ihn fast überall in Mitteleuropa an Seen, Fischteichen, kleinen Tümpeln, Feuchtgebieten, Meeresbuchten und an Flussläufen. Der Höckerschwan hat eine Jahresbrut von März bis Juni. Das Weibchen legt 5 bis 8 Eier in ein großes Nest aus Pflanzenresten, dass in der Nähe von Gewässern gebaut wird. Das ausbrüten der Eier übernimmt das Weibchen alleine (ungefähr 36 Tage).

Höckerschwan im Nest
Höckerschwan im Nest

Das Männchen bleibt während des Brutgeschehens in unmittelbarer Nähe, um bei Störungen durch Menschen, Hunde, Füchse und Rivalen angreifen zu können. In der Brutzeit sind die Schwäne sehr aggressiv. Sie zischen, beißen und schlagen mit den Flügeln. Da gab es schon einige Verletzte. Außerhalb der Brutzeit werden sie gerne in Parks gefüttert — dann sind sie ganz friedlich und lammfromm.

Höckerschwan
Höckerschwan

Junge Schwanküken kommen grau oder weiß auf die Welt. Sie gehören zu den Nestflüchtern und können gleich schwimmen.

Schwäne mit Jungen
Schwäne mit Jungen

Die jungen Schwäne werden von beiden Eltern behütet, aber trotzdem überleben nicht alle. Die Feinde sind z.B. Fuchs, Marderhund und Seeadler. Nach zwei Monaten sehen die meisten Schwäne ganz grau aus und sie lernen gerade das Fliegen.

Höckerschwan im 1. Jahr
Höckerschwan im 1. Jahr

Die jungen Höckerschwäne bleiben bis zur nächsten Balz (im Frühjahr) im Familienverband, dann werden sie vom Männchen vertrieben. Der Größenunterschied ist jetzt nur noch gering, vom Höcker ist im ersten Jahr noch nichts zu sehen.

Höckerschwan im 1. Jahr
Höckerschwan im 1. Jahr

Bis zu ihrer Geschlechtsreife im dritten oder vierten Lebensjahr versammeln sie sich zu größeren Gruppen auf Seen.

Eine Gruppe Schwäne
Eine Gruppe Schwäne

Durch die Mauser verändert sich ständig das Gefieder und der Höcker wird von Jahr zu Jahr immer größer.

Höckerschwan im 2. Jahr
Höckerschwan im 2. Jahr

Wenn man, wie wir, früh morgens bei Sonnenaufgang unterwegs ist, kann man die Schwäne gut bei der Balz beobachten. Hier kommt ein sehr schönes Männchen stolz zu seiner wahrscheinlich ersten Balz (Schnabel noch nicht ganz orange).

Junger Schwan
Junger Schwan

Bei der Balz schwimmen beide aufeinander zu und sie stecken synchron die Köpfe mehrmals ins Wasser und heben sie wieder hoch, wobei er auch leise trompetet. Sie umschlingen ihre Hälse oder sie schwimmen gemeinsam im Kreis, und das mehrmals hintereinander.

Schwäne bei der Balz Schwäne bei der Balz Schwäne bei der Balz
Schwäne bei der Balz

Die Höckerschwäne haben eine Spannweite von bis zu 2,40m, also fast so groß wie ein Seeadler. Beim Fliegen hört man den Höckerschwan schon von weitem durch das kraftvolle Flügelschlagen (rhythmisches Geräusch).

Schwan im Flug
Schwan im Flug

Wenn ein Schwan landet braucht er viel Platz, denn er läuft erst mal eine Runde Wasserski.

Schwan beim Landen
Schwan beim Landen

Höckerschwäne ziehen in kleinen Gruppen gemeinsam herum.

Eine Gruppe Schwäne
Eine Gruppe Schwäne

Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in Hamburg an der Alster, in MVP in der Lewitz, auf Rügen, an der Elbauen und in Schleswig-Holstein im Beltringharder Koog gemacht.

 

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