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Das Rebhuhn

Das Rebhuhn (Perdix perdix) gehört zur Familie der Fasanenartigen. Das kleine Feldhuhn gehört zu den Standvögeln, aber man sieht das Rebhuhn heute nur noch selten. Vor fünfzig Jahren, war das Rebhuhn in der Feldflur keine Seltenheit, es war über fast ganz Europa und auch in Asien verbreitet. Heute ist das Vorkommen der Rebhühner in Deutschland so geschrumpft, das es in einigen Regionen ausgestorben ist. Mehr zum Thema unter Lebensraum und Feinde. Das Rebhuhn ist mit seinen ca. 31 cm etwas kleiner als das Rothuhn. Wie sieht das Rebhuhn aus? Zum Aussehen, zur Beschreibung und zur Bestimmung zeige ich Euch einige Bilder.
Sucht Ihr nur wo und wann sie brüten, was sie fressen, die Brutzeit, die Größe, das Alter, das Gewicht, die Nahrung oder die Flügelspannweite, dann schaut unten im Steckbrief nach.

Bild zum Aussehen von Rebhuhn Männchen und Weibchen

Aussehen vom Rebhuhn

Das Rebhuhn hat wie alle Hühner einen gedrungenen Körper mit kurzen Schwanzfedern. Das Männchen auch Hahn genannt und das Weibchen auch Henne genannt, sehe fast gleich aus. Man unterscheidet sie an der Größe und am Gewicht. Das Weibchen ist etwas größer und schwerer. Nun zum Aussehen vom Gefieder. Die Altvögel (Männchen) haben einen weißen Gesichtsstreifen (Überaugenstreifen). Der Körper ist gräulich mit dunkler Strichellung und die Handschwingen haben einen weißen Saum. Am Bauch haben die Rebhühner einen auffälligen dunklen Fleck in Hufeisenform. Der Fleck ist beim Männchen deutlich kräftiger als bei der Henne. Das Gesicht ist orange braun, die Augen sind dunkel, der Schnabel ist kräftig und die Beine sind bräunlich.

Aussehen: Rebhuhn erkennen und bestimmen Aussehen: Rebhühnern beobachten
Abbildungen/Bilder zum Aussehen von Rebhuhn Weibchen und Männchen

Lebensraum von Rebhühnern

Zum Lebensraum der Rebhühner zeige ich Euch einige Bilder. Auf denen könnt Ihr sehen wie es in Ihrem Lebensraum in Deutschland aussehen müsste, damit die Rebhühner nicht ganz aussterben. Die Agrarwirtschaft hat viel dazu beigetragen, das der Lebensraum der Rebhühner zerstört worden ist. Die Randstreifen (Knicks) in der Feldmark sind fast verschwunden, und durch das aufbringen von Pestiziden (Pflanzenschutzmittel) sind die Wildkräuter verschwunden und die Rebhühner haben nichts zu fressen und sterben aus. Zur Zeit verschwinden immer mehr Fasane, aus dem gleichen Grund , aus unserem Gesichtsfeld. So zerstören wir unsere eigene Nahrungsgrundlage (Vergiftung von Lebensräumen).

Kiesgrube Lebensraum vom Rebhuhn Kulturlandschaft Lebensraum von Feldhühnern Heidelandschaften Lebensraum von Rebhühnern
Unterschiede: Bilder zum Lebensraum der Rebhühner / Feldhühner

Balz, Ruf, Brutverhalten und Nahrung

Nun zur Lebensweise vom Rebhuhn. Die Balz der Rebhühner findet im März und April statt. Man hört dann die Männchen schon von weitem rufen. Die Stimme ist ein schak,schak,schak oder tschuk, tschuk, tschuk. Der Ruf beim auffliegen ist ein ripripriprip. Bei der Balz stehen die Männchen auf einer Anhöhe oder sitzen auf einem Baum oder Strauch. Sollte sich ein anderes Männchen den vorhandenen Weibchen nähern, dann kommt es am Boden zum Kampf. Früher sah man bei der Balz Gruppen von über zwanzig Rebhühnern. Heute kann man froh sein, wenn man noch ein Pärchen sieht.

Bild von einem Rebhuhn Pärchen in ihrem Lebensraum

Das Rebhuhn hat eine Jahresbrut in der Zeit von Mai bis Juni. Das Nest befindet sich am Boden. Es ist eine Mulde, die mit trockenen Pflanzenteilen ausgelegt ist. Wird das Erstgelege durch Fressfeinde zerstört, kommt es zum Nachgelege. Das Rebhuhn legt 8-20 grüngraue Eier. Das Weibchen brütet alleine. Die Brutdauer beträgt ca. 24 Tage. Die jungen Küken gehören zu den Nestflüchtern. Ist das letzte Küken geschlüpft, gehen alle gemeinsam auf Nahrungssuche. Die ersten Tage werden die jungen Küken immer wieder gehudert (unter dem Gefieder der Henne gewärmt). Was fressen Rebhühner? Die Nahrung besteht aus jungen Pflanzentrieben, Sämereien von vielen verschiedenen Wildkräutern, Insekten, Würmern, Spinnen und auch schon mal einer Schnecke.

Rebhühner auf Nahrungssuche beobachten Sämereien Nahrung vom Rebhuhn erkennen Wildkräuter Nahrung vom Rebhuhn bestimmen
Bilder zur Lebensweise und Nahrung vom Rebhuhn / Feldhuhn

Feinde vom Rebhuhn

Wie soll es sein, der Mensch steht ganz oben auf der Liste der Feinde beim Rebhuhn. Nicht genug, das dass Rebhuhn durch den Menschen seinen Lebensraum verliert, es wird auch bejagt und häufig am Brutplatz gestört. Rebhühner werden, wie Fasane heute zur Jagd gezüchtet und wieder ausgewildert. Sie werden aber nicht nur für die Jagd ausgewildert, sondern auch für die Wiederansiedlung in Revieren in dem die Rebhühner ausgestorben sind. Zu den natürlichen Feinden zählt z.B. die Infektionskrankheiten, das Wetter, die Parasiten, der Fuchs, der Dachs, der Marderhund, das Hermelin, die Ratte, das Wildschwein, der Habicht, die Eulen, die Greifvögel und die Rabenvögel.

Sperber Feind vom Rebhuhn Fuchs Feind vom Rebhuhn Wildschwein Feind vom Rebhuhn / Feldhuhn
Bilder von Feinden der Rebhühner und Feldhühner

Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über das Rebhuhn und außerdem die Namen in verschiedenen Sprachen, wie z.B. in Lateinisch, in Englisch, in Spanisch, in Französisch und in Italienisch.

Rebhuhn-Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Perdix perdix
Familie: Fasanartige / Feldhühner
Englischer Name: Partridge
Spanischer Name: Perdix pardilla
Französischer Name: Perdrix grise
Italienischer Name: Starna
Vorkommen: Europa, Russland, Asien
Lebensraum: Kulturlandschaft, Heidelandschaften, Steppen
Größe: 31 cm
Gewicht: 450g
Flügelspannweite: 48 cm
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Brut: 1 Jahresbrut
Brutzeit: Mai bis Juni
Brutplatz: Boden
Anzahl der Eier: 8-20
Brutdauer: 24 Tage
Nestlingsdauer: Nestflüchter
Nahrung: Sämereien, Pflanzentriebe, Beeren, Insekten, Würmer, Schnecken
Liste der Feinde: Infektionskrankheiten, Parasiten, Mensch, Fuchs, Marder, Wildschweine, Greifvögel, Rabenvögel, Eulen, Großmöwen
Zugvogel: Nein
Alter: 10 Jahre Lebenserwartung
Weitere Informationen über Hühnervögel und Küken unter Alpenschneehuhn.

Bilder zu Rebhühner Beobachtungen

Rebhuhn auf Nahrungssuche bestimmen Randstreifen für Rebhühner und Feldhühner Rebhühner im Winter bestimmen Fuchs springt auf Rebhuhn / Feldhuhn Zerstörung vom Lebensraum der Rebhühner Gruppe Rebhühner auf Nahrungssuche Wildkräuter Randstreifen zur Wiederansiedlung Rebhuhn sucht junge Pflanzentriebe Uhu Feind vom Rebhuhn beobachten
Bilder von meinen Rebhuhn Beobachtungen

Häufig bekomme ich die Frage gestellt: „Ich habe ein krankes Rebhuhn gefunden, was soll ich machen?” Die Antwort findet Ihr unter Häufig gestellte Fragen, Vogel gefunden – Was tun?

Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B Besonderheiten aus der Vogelwelt oder der Wiedehopf.

Wollt Ihr zum Thema Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine Seiten: Was wissen Vögel und Intelligente Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten, in der Stadtteilschule, im Gymnasium, an der Uni und in der Schule für Vorträge und Aufsätze in Biologie, in Zoologie, im Sachunterricht, für Artensteckbriefe, für Arbeitsblätter und für Referate oder einen Aufsatz im Biologieunterricht sehr beliebt. Hier findet Ihr alles für Eure Steckbriefvorlage (Grundschule, Realschule, Gymnasium) über Vögel.
Für die Kinder in der Vorschule und für die Kinder in der Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits.

Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa auf Island, in Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark), in Holland, in England, in Polen, in Österreich, in der Schweiz, in Belgien, in Luxemburg, in Irland, in Italien, in Frankreich, in Portugal, in Spanien, in Griechenland, in Deutschland in Berlin, in Hamburg an der Elbe, in Bremen, in NRW, in Baden-Württemberg, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Bayern, in Hessen, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern (Lewitz), in Thüringen, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen gemacht.

Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

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