Der Fasan wurde schon von den Römern aus Mittelasien nach Mitteleuropa eingeführt. Die beiden wichtigsten Arten sind der mongolische Ringfasan und der ringlose Kupferfasan (Jagdfasan). Außerdem gibt es noch Gold – und Silberfasane, die gerne als Ziervögel gehalten werden. Auch heute werden noch Fasane in Fasanerien extra für die Jagd gezüchtet. Der Fasan zählt zu den Standvögeln.
Der Fasan bevorzugt als Lebensraum offene Agrarlandschaften,
weite Feldflure mit Unterholz und Knicks mit Gräben und dazugehörendem
Schilfbewuchs.
Der Fasan gehört zu den Hühnervögeln. Die Körperlänge beträgt bei
dem Hahn ca. 90 cm bei einem Gewicht von ca. 1,5 kg. Das Weibchen
ist wesentlich kleiner und leichter. Die Lebenserwartung beträgt
bis zu 7 Jahren.
Der Fasan ernährt sich überwiegend von Sämereien, Kräutern, jungen
Pflanzentrieben, Schnecken, Würmern und Weichtieren.
Die Balz der Fasane beginnt im März. Wenn man sich dieses Schauspiel einmal ansehen möchte, muss am bei Sonnenaufgang vor Ort sein. Zunächst versuchen die jungen Hähne das Revier von dem dominanten Fasanenhahn durch einen Kampf zu erobern – was aber meistens nicht gelingt.
Häufig konnte ich junge Fasanenhähne beobachten, die beim erscheinen des dominanten Hahnes ohne Kampf sofort die Flucht ergriffen. Nun zeige ich Euch den Unterschied zwischen alten und jungen Hähnen und den Kopf einer Fasanenhenne. Achtet auf den roten Backenlappen (Größenunterschied).
Der Fasan ruft das ganze Jahr über aber im Frühjahr während der Balz besonders häufig. Morgens bei Sonnenaufgang hört man schon die ersten Revierrufe. Es ist sehr interessant sie dabei zu Beobachten. Sie strengen sich beim Rufen sehr an und springen flügelschlagend in die Höhe.
Wenn morgens der Nebel noch über dem Acker steht, sieht man bei Sonnenaufgang den ersten Hahn mit seinem Gefolge. Ein dominanter Hahn besitzt meistens 5 bis 6 Hennen und wie er diese begrüßt seht Ihr anhand der Bilder.
Der Fasan umschwirrt seine Hühner um sie begatten zu können. Diese sind aber nicht immer gleich dazu bereit und so dauert das tägliche Umschwirren manchmal mehrere Wochen.
Die gesamte Balz der Fasane erstreckt sich über einen Monat. Hierbei hatte ich auch die Gelegenheit die Begattung aufzunehmen. Teilweise musste der Fasan ganz schön hinter seinen Hennen hinterherrennen.
Die Hennen legen 10 bis 16 Eier in einer flachen Mulde am Boden die mit Pflanzen ausgekleidet wird. Die Nester sind versteckt im tiefen Gras, zwischen Brennnesseln oder im Unterholz. Wenn das Fasanennest durch Fuchs, Marder oder zu frühes mähen zerstört wird gibt es ein Nachgelege. Jetzt zeige ich Euch ein gut getarntes Nest und eine Fasanenhenne beim brüten.
Ist die Fasanenhenne mit dem Eier legen fertig, beginnt die Bebrütung die ca. 25 Tage dauert. Die Fasanenkücken schlüpfen alle an einem Tag und zählen zu den Nestflüchtern. Fasanenkücken bekommt man sehr selten zu sehen, da die Henne sehr vorsichtig im offenen Gelände ist.
Bei meinen Beobachtungen bin ich immer wieder erstaunt was man so alles in den frühen Morgenstunden zu sehen bekommt. Der Fasan begrüßt einen kleinen Hasen.
In der Vogelwelt ist der Schutz der Augen durch die Natur gut geregelt. Bei zu starker Sonnenstrahlung fährt der Fasan eine gesonderte Nickhaut vor seine Augen, und bei zu viel Staub auf dem Acker und beim Schlafen schließt er seine Augenlider. Auf dem ersten Foto seht Ihr einen Fasan, wie ich immer sage mit Sonnenbrille und auf dem zweiten Foto ist ein Fasan zu sehen der müde ist.
Hier zeige ich Euch den Unterschied in der Tarnung zwischen Hahn und Henne. Wie man hier schön sehen kann, passt sich der weibliche Fasan im Gegensatz zum männlichen Fasan der Umgebung gut an.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in Hamburg auf der Elbinsel Wilhelmsburg gemacht. Im NSG Rhee, im Heuckenlock und an den Elbdeichen in Moorwerder.
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