Die Haubentaucher sieht man in ganz Europa außer in Nordskandinavien und Island. Es gibt 2 Arten von Tauchern, die See- und die Lappentaucher. Der Haubentaucher zählt zu den Lappentauchern. Mit seinen 50cm Größe ist er der größte unserer Taucher. Es gibt außerdem noch Zwerg- Rothals- und Schwarzhalstaucher als Brutvögel in Deutschland. Haubentaucher sieht man bei uns auf fast jedem größeren See, Fischteichen und anderweitigen ruhigen Gewässern mit Fischbesatz. Frieren im Winter die Gewässer zu, trifft man die Haubentaucher auch an unseren Küsten an.
Durch seinen überwiegend weißen langen Hals und seine einzigartige Halskrause ist der Haubentaucher schon von weitem auf jedem See zu erkennen. Während der Balz und der Sommermonate sind die Halskrause und die gespreizten Federhauben sehr ausgeprägt. In der Balzzeit übergeben die Haubentaucher sich kleine Geschenke und vollführen gemeinsame Tänze nach einem bestimmten Ritual. Der Haubentaucher baut sich ein schwimmendes Nest aus Pflanzenresten meistens in einer Schilfgürtelzone.
Wir haben das Glück gehabt, dass der Haubentaucher bei uns auf der Doven Elbe sein Nest gut einsehbar baute. Man konnte nun auch mal die Begattung der Haubentaucher fotografieren – die sonst meistens im verborgenen stattfindet.
Haubentaucher legen 3 bis 5 weißliche Eier. Die Brutdauer beträgt ca. 28 Tage und die Eier werden von beiden abwechselnd bebrütet. Hier zeige ich Euch mal wie es aussieht, wenn ein Haubentaucher schon sehnsüchtig auf seine Ablösung wartet.
Die kleine Haubentaucher zählen zu den Nestflüchtern. Sie können vom ersten Tag an schwimmen und tauchen. Aber man sieht sie in den ersten Tagen kaum, denn sie sitzen auf dem Rücken eines Elternteils versteckt unter den Flügeln. Dieses ist auch notwendig um die Kleinen vor Feinden zu schützen. Feinde der Haubentaucher sind z.B. Hechte und Rohrweihen.
Die Nahrung der Haubentaucher besteht überwiegend aus Fisch. Ansonsten stehen auch noch Schnecken, Molche, Frösche, Kaulquappen und hin und wieder Sämereien auf ihrem Speiseplan.
Junge Haubentaucher werden nach einigen Wochen jeden Tag etwas mehr auf die Selbständigkeit vorbereitet. Sie dürfen nun nicht mehr eine unbegrenzte Zeit auf dem Rücken der Eltern mitschwimmen. Mit ihren Zebrastreifen sind die Kleinen im Wasser gut getarnt. Sie tauchen jetzt auch schon nach Kaulquappen und Schnecken. Mit der Zeit verlieren sie immer mehr ihre Zebrastreifen, und ihr Gefieder wandelt sich zum Winter hin in ein Schlichtkleid. Wenn man im Frühjahr einen Haubentaucher im Schlichtkleid sieht spricht man von einer Immatur. Anhand der nachfolgenden Bilder kann man diese gut nachvollziehen.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in der Lewitz, im NSG Rhee und an der Doven Elbe in Hamburg gemacht.
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