Den Kleiber (Sitta europaea) sieht man in fast ganz Europa mit Ausnahme von Island, Nordskandinavien und Südspanien. Er zählt zu den Standvögeln und Kurzstreckenziehern. Der Lebensraum vom Kleiber erstreckt sich über Misch- und Laubwälder, Parks, Straßenalleen und großen Gärten mit altem Baumbestand. Einige Menschen kennen den Kleiber auch unter dem Namen Spechtmeise. Sein Schnabel erinnert an den Specht und seine Verhaltensweisen ähneln der der Meisen. Sucht Ihr die Größe, das Gewicht, die Brutzeit, das Alter oder die Flügelspannweite, dann schaut im Steckbrief nach. Wie sieht ein Kleiber aus? Zum Aussehen zeige ich Euch auch einige Bilder.
Besonderheiten: Typisch für den Kleiber ist es, dass man ihn meistens zuerst hört bevor man ihn sieht. Außerdem klettert er gerne kopfvorran an Baumstämmen herunter.
Gefieder und Aussehen: Wie man auf dem Foto schön sehen kann, hat der Kleiber einen kurzen Schwanz und einen langen Schnabel, sowie einen dicken Kopf mit einem kurzen Halsansatz. Hierdurch wirkt er etwas gedrungen. Seine Oberseite ist blaugrau, seine Wangen und die Kehle sind weiß. Seine Unterseite ist ockergelb und die Flanken sind rostbraun. Außerdem hat er einen auffälligen schwarzen Streifen der seitlich durch die Augen geht. Kleiber Männchen und Kleiber Weibchen unterscheiden sich nur etwas in ihrer Farbgebung. Man sieht es am besten an den bräunlichen Flanken.
Der Kleiber ist mit seinen ca. 14cm genauso groß wie die Feld- und Haussperlinge. Der Kleiber ist ein Höhlenbrüter. Er benutzt die Höhlen von Spechten oder alte Baumlöcher. Mitunter brütet er auch in Felsspalten oder in für ihn aufgehängten Bruthilfen.
Der Kleiber hat eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni. Er legt 6 bis 9 weiße Eier mit rötlichen Flecken. Verhalten und Lebensweise: Seine Höhle wird mit Rindenstückchen und trockenen Blättern ausgelegt. Besonderheit: Der Eingang wird genau nach den Maßen seiner Körpergröße mit tonhaltiger Erde und mit Borkenstückchen ausgekleidet. Auf Grund dieser Verhaltensweise hat er seinen Namen bekommen und so verhindert er auch, dass größere Feinde in seine Bruthöhle kommen.
Die Eier werden 14 bis 17 Tage vom Weibchen alleine bebrütet. Die Nestlingsdauer beträgt ca. 24 Tage. Während dieser Zeit werden die Jungen überwiegend von beiden Elternteilen mit Insekten und Larven gefüttert. Die Feinde vom Kleiber lauern überall, wie z.B. der Sperber, die Elster, der Eichelhäher, die Falken und der Mensch.
Was fressen Kleiber? Nahrung: Ausgewachsene Kleiber ernähren sich von Insekten, Larven, Sämereien und Beeren. Kleiber betreiben sehr intensive Vorratswirtschaft. Man kann sie gut an Futterstellen beobachten, wenn sie sich zuerst die Nüsse und danach die Sonnenblumenkerne heraussuchen. Häufig konnten wir beobachten, dass die Kleiber ihr Vorratslager gleich im Dach unseres Vogelhauses anlegten. Den Kleiber kann man im Winter häufig an Vogelhäuser beobachten.
Wenn man in der Vogelwelt genauer hinschaut fallen einem auch Besonderheiten auf. Auf einem Parkplatz flog uns ein Kleiber gegen die Windschutzscheibe. Als wir nachschauten wie es dem Kleiber geht, rappelte er sich gerade auf und flog in den nächsten Baum. Er hängte sich kopfüber an einen Ast und verweilte in dieser Stellung ungefähr 15 Minuten. Nach dieser Erste Hilfe Maßnahme flog er genesen davon.
Jetzt komme ich sprichwörtlich zu einem Foto, indem ich den Nagel auf den Kopf getroffen habe „Augen zu und durch“.
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Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner
Steckbrief über den Kleiber.
Größe: 14 cm
Gewicht: 23g
Flügelspannweite: 18 cm
Eier: 6-9
Brutdauer: 17 Tage
Nestlingsdauer: 24 Tage
Nahrung: Insekten, Larven, Spinnen, Sämereien
Alter: 3 Jahre
Feinde: Sperber, Elster, Falken, Eichelhäher
Weitere Informationen und Steckbriefe zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir im NSG Rhee in Hamburg und vor der eigenen Haustür gemacht.
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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