Den Buntspecht (Dendrocopos major) sieht man in ganz Europa, mit Ausnahme von Island und Nordnorwegen. Der Buntspecht ist bei uns in Deutschland der am häufigsten vorkommende Specht. Lebensraum: Bei uns in Deutschland kann man Buntspechte in Laub- und Nadelwäldern, in Parks, in Gärten und Alleen (am liebsten mit altem Baumbestand) sehen. Die Buntspechte sieht man bei uns das ganze Jahr über. In Nord- und Nordosteuropa zählen sie zu den Kurzstreckenlziehern. Der Buntspecht ist mit seinen 23 cm so groß wie ein Star oder wie eine Amsel. Sucht Ihr die Flügelspannweite, das Gewicht, die Größe, das Alter oder die Brutzeit, dann schaut im Steckbrief nach. Wie sieht ein Buntspecht aus? Zum Aussehen zeige ich Euch auch einige Bilder.
Weibchen und Männchen des Buntspecht kann man gut unterscheiden. Das Männchen hat einen roten Nackenfleck. Der Buntspecht hat einen schwarzen Rücken, weiße Schulternflecke, einen roten Unterschwanz, einen schwarzen Kopf mit weißer Stirn und weißen Wangen, einen kräftigen Schnabel und eine weiß bis gräuliche Unterseite.
Im Frühjahr während der Balz hört man das Männchen ständig Trommeln. Das Trommeln des Männchens ist ein ganz schnelles hämmern mit dem Schnabel gegen einen Baumstamm. Es dient zur Revierabgrenzung und gleichzeitig sollen die Weibchen angelockt werden. Der Buntspecht hat eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni. Buntspechte zählen zu den Höhlenbrütern. Sie bauen ihre Höhle selber. Dazu nutzt der Buntspecht am liebsten kranke und weiche Bäume. Männchen wie Weibchen zimmern sich jedes Jahr eine neue Bruthöhle. Dadurch entsteht ein Überangebot an Bruthöhlen, das von anderen Höhlenbrütern wie z.B. den Blaumeisen, den Tannenmeisen, den Staren und sogar von Hummeln und Siebenschläfern als Nest genutzt wird. Auch der Buntspecht hat Feinde. Der Mensch ist sein größter Feind, er fällt die Bäume die der Specht dringend für seine Bruthöhlen braucht. Dadurch verlagert er seinen Lebensraum immer mehr in die Gärten. Es dauert nicht mehr lange und wir müssen Nistkästen für den Specht aufhängen.
Hat sich das Buntspecht-Paar für eine gerade neu gezimmerte Bruthöhle (Nest) entschieden, legt das Weibchen 4 bis 6 weiße Eier, die sie dann beide abwechselnd in ca.14 Tagen ausbrüten. Die Buntspechte zählen zu den Nesthockern. Die Jungen werden von beiden Eltern ca. 23 Tage mit Nahrung versorgt. Die Nahrung der Buntspechte besteht aus Würmern, Insekten, Beeren, Nüssen und Obst. Kommt der Buntspecht zum Füttern an die Bruthöhle, hört man schon von weitem seinen Ruf “kick kick” oder “kix kix”. Gibt es eine Störung am Brutplatz hört man einen aufgereiten Ruf / Stimme “gigigigigi”. Besonderheit: Wenn Ihr das Wort Spechtschmiede hört bedeutet dies, dass der Buntspecht einen Tannenzapfen, eine Eichel oder eine Nuss in einer Baumspalte einklemmt um diese zu öffnen um an die Nahrung heran zu kommen. Hier könnt Ihr mehr über das Verhalten der Vögel erfahren.
Die jungen Buntspechte haben noch keinen roten Unterschwanz. Dafür haben die jungen Männchen einen fast roten Oberkopf, bei den Weibchen ist der Kopf weniger rot. Das gesamte Gefieder hat noch blasse Farben und die Unterseite ist mehr grau als weiß.
Im Winter kommt der Buntspecht bei uns in den Garten an die Futterstellen. Dann sieht man den Buntspecht am Meisenknödel hängen oder er schaut im Vogelhaus nach, ob da ein paar Nüsse für ihn liegen.
Zum Schluss ein paar Bilder vom Buntspecht in seinem natürlichen Lebensraum.
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Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Buntspecht
Größe: 23 cm
Gewicht: 80g
Flügelspannweite: 38 cm
Eier: 4-6
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: 23 Tage
Nahrung: Larven, Würmer, Insekten, Sämereien, Nüsse, Beeren,
Alter: 10 Jahre
Feinde: Sperber, Habicht, Uhu,
Mensch
Weitere Infos und Steckbriefe zum Thema Vögel, unter Vogelsteckbriefe.
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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