Der Star ist ca. 22 cm groß, also etwas kleiner als eine Amsel. Im Frühjahr, also zur Balzzeit, ist der Star ein echter Star, denn er kann problemlos andere Vogelstimmen imitieren und man erkennt ihn leicht an seinen eigenen abwechslungsreichen Melodien.
Stare gehören zu den Zugvögeln, aber einige überwintern bei uns in den Städten. Sie kommen auch gerne zu uns in den Garten und fressen zusammen mit den Wacholderdrosseln Äpfel, stochern im Rasen nach Würmern und gehen sogar an unsere Meisenknödel.
Kaum hatte ich im Frühjahr ein paar Nistkästen gebaut und in der Korkenzieher Weide aufgehängt, zogen gleich die ersten Stare ein.
Und hier kann man nun gut sehen, wie die jungen Stare den Nistkasten verlassen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.
Im Herbst wird es richtig interessant, wenn sich die Stare zu zigtausenden versammeln und ihre Pirouetten am Himmel drehen.
Wenn man weiß wo die Stare ihren Übernachtungsplatz haben und vor ihnen da ist, wird es ein unvergessliches Erlebnis wenn etwa 50.000 Stare an einem vorbeifliegen und im Schilf versinken.
Am nächsten Morgen stehen wir sehr zeitig auf, um zu sehen wie die 50.000 Stare wieder aus dem Schilf fortfliegen. Leider war es sehr neblig.
Die Stare fliegen nun auf Äcker oder Wiesen um Nahrung aufzunehmen. In gewissen Abständen bleiben alle Stare wie auf Komando stehen und fangen an zu singen.
Die jungen Stare sind ausgeflogen und was machen sie? Sie fliegen gleich an die Stelle im Garten an der ihre Eltern für sie Rosinen bereithalten, und fangen fürchterlich an zu schreien bis sie ihre Rosinen bekommen.
Wie Ihr hier schön sehen könnt macht der Star einen langen Hals, um zu sehen was ich Ihm da wohl hingestellt habe. Ich wollte mal sehen was die Stare bevorzugen: eine Mixtur aus unserem Kompost oder die Rosinen. In diesem Fall sagen Bilder mehr als Worte.
Seitdem die Stare unsere Vogeltränke als Badestelle benutzen, müssen wir dreimal täglich frisches Wasser nachfüllen. Es kommen mittlerweile jeden Tag mehr zum Baden.
Unsere besten Beobachtungsplätze sind Moorwerder und Neuland in Hamburg, der Galenbecker See und die Lewitz in MVP. Die besonders schönen Exemplare – mit etwas Angst vor dem Friseur – kommen als Modells zu uns in den Garten.
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