Man nennt den Stieglitz auch Distelfink. Der Stieglitz (Distelfink) gehört zu den farbenfrohesten Finkenarten und ist mit seinen ca. 12 cm einer der Kleinsten. Er wiegt ca. 16 g und hat eine Lebenserwartung von ungefähr 3 Jahren. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum, außer dass das Männchen etwas größer und die Farben intensiver ausgeprägt sind.
Den Stieglitz sieht man in fast ganz Europa, außer in Skandinavien und
auf Island. Sein größtes Verbreitungsgebiet liegt im warmen
Mittelmeerraum. Im Frühjahr und Sommer sieht man die Stieglitze
hauptsächlich in großen Gärten, in Obstplantagen und in offenen
baumreichen Landschaften. Im Spätherbst und im Winter sieht man
sie häufig auf Brachland und an Wegesrändern mit vielen Disteln
und Kletten. Im Winter sieht man sie häufig zusammen mit
Erlenzeisigen, Grünfinken oder Bergfinken. Sie fallen beim Fliegen
durch ihre gelbe Flügelbinde schon von weitem auf.
Im Winter sieht man die Stieglitze auch häufig an Futterstellen.
So wie z.B. bei uns im Garten an einem
Meisenknödel.
Die Nahrung des Stieglitz (Distelfink) besteht aus verschiedenen Sämereien von Gräsern, Kräutern, Bäumen und aus verschiedenen Diestelarten. Während des Brutgeschehens benötigen sie Insekten und Blattläuse.
Die Stieglitze beginnen im März mit ihrer Balz. Sie bleiben ein Leben lang zusammen. Sie haben in der Zeit von Mai bis Juli durchschnittlich 2 Bruten mit 4 bis 6 blau weißlichen Eiern mit roten Flecken. Das Nest wird aus kleinen Zweigen, Moos und Flechten gebaut und mit Haaren und Diestelwolle ausgepolstert.
Das Weibchen brütet alleine und wird in dieses Zeit (ca. 14 Tage) vom Männchen mit Nahrung versorgt. Sie verlässt das Nest nur zu Zwecken der Körperhygiene und in dieser Zeit hält das Männchen die Eier warm.
Die Jungvögel haben einen einfarbig grauen Kopf eine gefleckte Brust und eine gelbe Flügelbinde. Auf den Schwanzfedern haben sie hellbraune Flecken. Nachdem sie ca. 14 Tage gefüttert wurden, gehen sie alleine auf Futtersuche.
Nun kann das Stieglitz Pärchen auch mal wieder gemeinsam auf einer Wiese in einer Pfütze baden.
Wenn man unterwegs ist und die Vögel beobachten will streut man auf mehrere Pfähle Meisenfutter, und wenn man Glück hat kann man dann viele verschiedene Beobachtungen machen.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in Hamburg in der NSG Rhee, in MVP in der Lewitz und im eigenen Garten gemacht.
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