Kiebitze kann man in ganz Europa beobachten. Der Bestand ist leicht rückläufig durch die monotone Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen. Kiebitze haben eine Größe von etwa 30 cm, also so groß wie eine Türkentaube. Man erkennt sie schon von weitem, wenn ihr schwarz-grün-metallisch schillerndes Rückengefieder leuchtet.
Der Kopfschmuck beim Männchen ist länger als bei den Weibchen.
Kiebitze nennt man auch Gaukler der Lüfte. Im Frühjahr findet ein Balzflug über ihrem Brutgebiet statt, wobei sie Kiwit-Kiwit rufen. Hin und wieder wird die Balz am Boden fortgeführt, wobei sie in geduckter Haltung im Kreis oder hin und her laufen.
Das Brutgebiet der Kiebitze befindet sich meistens auf Feuchtwiesen oder auf dem Acker. Kiebitze legen 3 bis 4 Eier in eine Nestmulde aus Grashalmen. Die Brutdauer beträgt bis zu 25 Tagen. Kiebitze ernähren sich überwiegend von Insekten, Schnecken, Spinnen und Regenwürmern.
Die kleinen Kiebitze gehen gleich auf Wanderschaft, und bei Gefahr wird sich schnell versteckt. Die Eltern fliegen Scheinangriffe auf eventuelle Feinde.
Außerhalb der Brutzeit versammeln sich die Kiebitze in großen Schwärmen, zusammen mit Goldregenpfeifern und oft auch mit Lachmöwen.
Ob man in naher Zukunft noch große Schwärme Kiebitze zu sehen bekommt ist fraglich. So wenige wie in diesem Jahr ( 2008 ) bei uns angekommen sind – ist es schon erschreckend. Und dann werden diejenigen die noch bei uns ankommen durch Landwirtschaftliche Arbeiten gestört. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir die alten Bilder anschauen auf denen die Kiebitze mit ihren Jungen noch unbeschwert die Natur geniessen können.
Unsere besten Beobachtungsgebiete sind die Kehdinger-und Haseldorfer Marsch, Tönning, Hamburger Hallig und die Lewitz.
Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anregungen: