Der Raufußbussard (Buteo lagopus) gehört zur Gattung der Bussarde.Hier findet Ihr Wissenswertes über den Raufußbussard. Man sieht ihn in Nordeuropa. Seine Brutgebiete liegen in Europa, in Norwegen, Schweden und in Finnland. Aber überwiegend brütet er nördlich des Polarkreises endlang des Eismeeres. Der Raufußbussard gehört zu den Zugvögeln. Er überwintert in Mitteleuropa. Man kann ihn im Winter bei uns in Hamburg beim jagen nach Mäusen und Regenwürmer beobachten. Der Raufußbussard ist mit seinen 62 cm etwas größer als der Mäusebussard. Aussehen: Wie sieht ein Raufußbussard aus? Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Die Weibchen sind nur größer und schwerer. Sucht Ihr nur das Alter, die Feinde, das Gewicht, die Brutzeit, die Flügelspannweite und die Größe, dann schaut unten im Steckbrief nach.
Wie sieht ein Raufußbussard aus? Seinen Namen hat er bekommen, weil seine Beine bis nach unten befiedert sind. Der Raufußbussard wird häufig mit dem Mäusebussard verwechselt. Es ist heute bei der Vielfalt der verschiedenen Gefieder, von ganz hell bis ganz dunkel, auch nicht ganz leicht bei den Bussarden immer den richtigen Bussard auf den ersten Blick zuerkennen. Der Unterschied zwischen Raufußbussard und Mäusebussard zusammengefasst. Es gibt aber bei dem Raufuß- und Mäusebussard ein paar auffällige Merkmale zur Unterscheidung. Der Raufußbussard hat einen längeren weißen Schwanz mit einer schwarzen Endbinde. Es gibt einige mit heller Brust und dunklem Bauch, oder umgekehrt. Es gibt aber auch ganz dunkle Raufußbussarde und sogar ganz helle. Dann achtet auf die Beine vom Raufußbussard, die sind bis ganz unten befiedert. Und alle Raufußbussarde haben einen weißen Schwanz mit schwarzer Endbinde. Außerdem rütteln die Raufußbussarde viel häufiger als die Mäusebussarde. Die Spannweite beim Raufußbussard beträgt ca. 150 cm, bei dem Mäusebussard in etwa 125 cm. Nun erstmal ein paar Bilder zu Bestimmung vom Raufussbussard.
Anhand der Bilder konntet Ihr nun sehen wie so ein Raufußbussard aussieht. Ich zeige Euch jetzt noch einen Raufußbussard der auf einem Strauch sitzt und seine Jungen bewacht. Zuerst könnte man denken, durch den Bussardkranz auf der Brust, es ist ein Mäusebussard. Achtet aber auf den längeren weißen Schwanz mit der schwarzen Endbinde.
Um die Bestimmungen vom Raufußbussard zu festigen, zeige ich Euch drei Flugbilder. Auf denen man einen Altvogel und einen Jungvogel in unterschiedlichen Farben sehen kann.
Raufußbussarde brüten vorwiegend in der nördlichen Tundra. Sie bauen ihre
Nester aus Zweigen in Bäumen und an Felswänden. Die Samen und die
Nordskandinavier nennen den Raufußbussard auch Felsenbussard.
Ich habe einen Raufußbussard mit seinen Jungen in einer Schlucht am Felsen
beobachtet. Nun ein paar Bilder zum Brutgebiet.
Die Balz der Raufußbussarde beginnt im Februar mit ihren beeindruckenden Balzflügen und Balzrufen. Sie haben eine Jahresbrut. Raufußbussarde brüten je nach Gebiet von März bis Juni. Sie legen 2-4 weiß gefleckte Eier. Das Weibchen brütet die Eier in ca. 34 Tagen aus. Die Jungen werden vom Männchen und Weibchen mit Nahrung versorgt. Die Nahrung besteht aus Kleinsäugern, Mäusen, Amphibien, toten Fischen und Insekten. Die Nestlingsdauer beträgt ca. 35 Tage. Sie gehören zu den Nesthockern und Ästlingen. Nach dem Ausfliegen der Jungen werden sie von Männchen und Weibchen noch einige Wochen mit Nahrung versorgt. In ihrem Gewölle, auch Speiballen genannt, kann man feststellen ob die Jungen gut ernährt werden. Mehr zum Thema Gewölle, unter Gewölle oder Speiballen. Ich beobachte die Raufußbussarde aus sicherer Entfernung von der anderen Seite der Schlucht. Nun ein paar Bilder mit drei Jungen im Nest.
Bei meinen Beobachtungen konnte ich feststellen das es ein Unterschied ist, ob das Männchen oder das Weibchen die Nahrung zu den Jungen bringt. Kam das Männchen ans Nest wurde er von den Jungen sehr bedrängt. Er legte die Nahrung am Rand ab und flog schnell davon. Beim Weibchen ging es gesitteter zu. Sie blieb nach der Beuteübergabe noch eine Weile im Nest. Raufußbussarde legen sich genauso wie die Uhus ein Vorratslager an.
Das Weibchen saß den ganzen Tag oben an der Schlucht und bewachte ihre Jungen vor Feinden im Nest. Zwischendurch fing sie in unmittelbarer Nähe Mäuse, ansonsten war sie mit der Gefiederpflege und der Revierverteidigung ausgelastet, da häufig Angler kamen und ausserdem auch einige Ihre Hunde frei herum laufen liesen. Jedes mal wenn die Angler die Schlucht hinabstiegen, fing das Weibchen lautstark an zu rufen. Der Ruf der Raufußbussarde ist bei Gefahr ein laut durchdringendes „Pii-ääh“ das sich immer wiederholt. Die Stimme der Jungen im Nest ist ein klagendes „Jiepen“. Die Rufe hört man sehr weit. Wenn man im Wald oder in der Tundra unterwegs ist und dort befindet sich ein Revier vom Raufußbussard, dann bekommt man es sehr schnell mit. Der Raufußbussard kreist am Himmel und man hört ständig seinen Warnruf. Die Gefahren für Greifvögel lauern überall. Viele Raufußbussarde (Raubvögel) fallen immer noch die illegale Greifvogelverfolgung zum Opfer.
Für mich war es eine hoch interessante Beobachtung, als ein junger Rauhfußbussard seine Maus die er nicht ganz auffraß unter Zweigen versteckte. Bussarde und andere Greife betreiben Vorratswirtschaft. Diese konnte ich bei Turmfalken, Uhus und Wanderfalken mehrfach beobachten. Das die Jungen von Bussarden schon im Nest diesem Instinkt folgen hatte ich bis jetzt noch nicht beobachtet.
Es machte richtig Freude mit anzusehen, wie junge Raufußbussarde das Fliegen lernen. Nach einander trainierten sie ihre Flugmuskeln.
Wenn die Eltern mit den jungen Raufußbussarden Flugspiele (Jagdverhalten) machen, geht es hoch her. Die Eltern zeigen den Jungen z. B. wie man Feinden ausweicht. Sie stürzen sich fast senkrecht im Sturzflug zu Boden, und steigen dann im letzten Augenblick wieder auf. Man muß sich ganz schön bewegen um dieses Schauspiel, Jagdverhalten bildlich fest zuhalten.
Wie immer zum Schluss ein paar Bilder die ich bei meinen Beobachtungen sehr interessant fand. Auf dem ersten Bild seht Ihr wie ein junger Raufußbussard seine Flügel dehnt. Auf dem zweiten Bild schnäbeln zwei junge Raufußbussarde genauso wie die jungen Uhus es auch tun und auf dem dritten Bild bringt ein Altvogel einen Zweig zum Nest das immer wieder ausgebessert werden muss.
Weiterhin viel Spass beim Vögel beobachten, und auf meinen anderen Seiten, Uhus auf Wanderschaft oder Besonderheiten aus der Vogelwelt.
Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über den Raufußbussard.
Größe: 62 cm
Gewicht: 1400g
Flügelspannweite: 152 cm
Eier: 2-4 Eier
Brutdauer: 34 Tage
Nestlingsdauer: 35 Tage
Nahrung: Kleinsäuger, Mäuse, Vögel, Fische, Insekten
Alter: 20 Jahre
Zugvogel: Ja
Feinde: Kolkrabe, Hund, Mensch, Raubmöwe
Weitere Artensteckbriefe und Infos zum Thema Bussarde, unter Greifvogel Steckbriefe
oder Greifvögel und Eulen.
Wollt Ihr zum Thema, Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine
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Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa, in Norwegen, auf Island, in Deutschland, in Hamburg, in Bremen, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in Niedersachsen gemacht.
Beobachtungen, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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