Die Elster (Pica pica) ist ein Vogel und gehört zur Familie der Rabenvögel. Wenn man den Namen Elster hört, denkt man sofort an die diebische Elster. Ihr Ruf ist gar nicht so schlecht, wie es immer angenommen wird. Später mehr hierzu. Das Verbreitungsgebiet und das Vorkommen der Elster ist sehr weitläufig. Man sieht den schwarzweißen metallisch schimmernden Vogel in fast ganz Europa, in einigen Gebieten von Nordamerika, in Asien und in Nordafrika. Von der Elster gibt es viele Unterarten. Man könnte fast sagen, jedes Land hat seine eigene Unterart. Wir sind der Elster schon in einigen Ländern begegnet. Wie z.B. Kanada, Island, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Skandinavien, Frankreich, Griechenland und Italien. Wie sieht eine Elster aus? Dazu zeige ich Euch einige Bilder, wie die Elster bei uns in Deutschland aussieht.
Aussehen: Die Elster ist mit ihren ca. 45 cm genauso groß wie die Saatkrähe. Gefieder: Das Männchen und das Weibchen der Elster sehen im Federkleid gleich aus. Der Kopf, der Rücken und die Brust sind schwarz, der Bauch und die Flanken sind weiß, an der Schulter haben sie weiße Flecken. Die langen Schwanzfedern und Armschwingen der Elster glänzen metallisch blau oder grünlich, je nach Sonneneinwirkungen. Die Endspitzen der Flügel (Handschwingen) sind weiß. Die Augen sind dunkel und können zu jeder Zeit mit einer Nickhaut geschützt werden. Der Schnabel ist schwarz und kräftig, und die Beine sind dunkel und haben scharfe Krallen.
Sucht Ihr einen kleinen Steckbrief über die Elster, dann schaut ans Ende der
Seite. Dort findet Ihr die Größe, das Gewicht, das Alter, die Nahrung, die
Anzahl der Eier, die Flügelspannweite, was die Elstern fressen, die Brutzeit,
gehört die Elster zu den Zugvögeln,
die Brutdauer und die Feinde der Elster auf einen Blick.
Lebensraum: Die Elster
hat ihren Lebensraum in Kulturlandschaften, in Knicks, in Dörfern, in Alleen, in
Städten, in Parks, in Gärten mit hohen Sträuchern und Bäumen, auf Friedhöfen und
an Waldrändern. Elstern sind ja nicht dumm, sie bauen ihre Nester häufig dicht
an Schulen und Kindergärten. Dort finden die Elstern nach einer Schulpause immer
etwas fressbares. So trägt die Elster dazu bei, das sich an Schulen und
Kindergärten keine Ratten ansiedeln und die Kinder können in der Schule im Biologieunterricht die
Elster live beobachten.
Verhalten und Lebensweise: Elstern haben wie viele andere Vögel einen gemeinsamen Schlafplatz. An den Schlafplätzen kann man mehrere Hundert Elstern auf einmal sehen. Sie sind vor Sonnenaufgang unterwegs und ihr Tag endet nach Sonnenuntergang. Wenn sich zwei Elstern gefunden haben bleiben sie ein Leben lang zusammen. Das können schon mal 15 Jahre sein. Ein Elsterpaar macht vieles gemeinsam. Wie z.B. das Nest bauen, die Jungvögel aufziehen oder nach Nahrung suchen. Intelligenz: Wenn man die Elster in ihrem Revier beobachtet, stellt man sehr schnell fest, das die Elster mit zu den intelligentesten Vögeln zählt. Verhalten: Die Elster beobachtet andere Vögel ganz genau, wo sie ihre Nahrung verstecken, damit sie die Nahrungsdepots plündern kann. Die Elster beobachtet auch uns Menschen, sobald etwas weggeworfen wird, wird dieses von der Elster untersucht. Mehr zum Thema Intelligenz, unter intelligente Vögel oder unter intelligente Krähe.
Balz: Die Balz der Elster beginnt im März. Wenn Elstern während der Balz
einen Partner gefunden haben bauen sie sich gemeinsam ein Nest. Zwischendurch
finden immer Balzflüge statt. Das Verhalten während der Balz am Boden, ähnelt
anderen Vögeln, wenn er mit aufgeplusterten Federn um sie herumläuft. Es findet
auch das typische Bettelverhalten (Bettelrufe) statt. Dann bekommt sie auch hin
und wieder ein Geschenk, das kann auch ein Stück Alupapier sein, das sie dann
versteckt. Während der Balz werden Rivalen energisch vertrieben. Das Nest ist
noch nicht ganz fertig und das Weibchen wird schon begattet.
Elstern gehören zu den Singvögeln. Die
Stimme, den Ruf der Elster hat jeder schon mal gehört, das sogenannte Schäckern
(tschäk, tschäk, tschäk). Der Gesang der Elster ist sehr leise, man hört ihn
häufig in der Nähe ihres Nestes oder wenn sie oben in der Baumkrone sitzen. Der
Gesang der Elster ist für mich, das kommunizieren untereinander.
Die Elster baut sich ein Nest mit einem Dach darüber, damit sie beim brüten sicher vor ihren Feinden ist. Wenn Elstern ein neues Nest bauen sind sie ein paar Wochen damit beschäftigt. Das Männchen sammelt Zweige und das Weibchen verbaut sie. Die Nestmulde wird mit Gräsern, Blättern und lehmhaltiger Erde ausgekleidet. Wie sieht ein Elsternest aus? Dazu zeige ich Euch ein paar Bilder.
Brutzeit und Brutverhalten: Elstern haben eine Jahresbrut in der Zeit von April bis Juni. Die meisten Elstern fangen Mitte April mit dem brüten an. Die Elster legt 4-8 grünliche Eier mit dunkelbraunen Flecken und Punkten. Das Weibchen brütet alleine und das Männchen ist in dieser Zeit für die Nahrung und für die Revierverteidigung zuständig. Das Weibchen bekommt ihr Fressen ans Nest gebracht. Wenn sie das Nest zur Körperhygiene verlässt, bewacht das Männchen das Gelege gegenüber Nesträubern. Wie z.B. den Krähen, den Waschbären und den Mardern. Die Brutdauer beträgt ca. 20 Tage. Die Jungvögel gehören zu den Nesthockern. Die Jungen kommen blind und nackt zur Welt. Die ersten Tage werden die jungen Elstern vom Weibchen gewärmt (gehudert) und das Männchen schafft die Nahrung heran. Was fressen Elstern im Winter und Sommer? Die Elster ist ein Allesfresser. Die Nahrung der Elster besteht aus Würmern, Insekten, Spinnen, Schnecken, Vogeleiern, Vogelküken, kleinen Säugetieren, Aas, Früchten, Abfällen, Sämereien und vielem mehr. Nach ca 28 Tagen verlassen die Jungvögel ihr Nest. Die Jungen werden noch eine Zeit lang von beiden Eltern mit Nahrung versorgt, bis sich die Jungen mit anderen jungen Elstern zusammenschließen. Junge Elstern im Jugendkleid erkennt man an ihren kurzen Schwanzfedern. Dazu zeige ich Euch ein Foto.
Besonderheiten und Feinde: Elstern haben wie alle
anderen Rabenvögel, viele Feinde. Der größte Feind ist der Mensch. Es werden
heute noch Elstern abgeschossen, illegal gefangen und vergiftet. Mehr zum Thema,
unter Greifvogelverfolgung.
.Zu den natürlichen Feinden zählt der Uhu,
der Habicht, der Sperber, der Wanderfalke, das Eichhörnchen, der
Waschbär, die Krähen und die Kolkraben.
Nun zu ein paar Besonderheiten von unserer diebischen Elster. Sie ziehen
gemeinsam als Paar los um anderen die Nahrung zu stehlen (diebische Elster).
Einer lenkt ab und der andere langt zu. Da kann man gut sehen wie intelligent
die Elster ist. Wenn Gefahr durch einen Feind (Sperber, Habicht, Uhu) droht,
wird lautstark gerufen und gegebenenfalls schließen sie sich mit anderen
Rabenvögel zusammen, um den Feind aus ihrem Revier zu vertreiben.
Da ich oft Anfragen nach Steckbriefen bekomme, folgt jetzt ein kleiner Steckbrief über die Elster
Größe: 45 cm
Gewicht: 250g
Flügelspannweite: 62 cm
Eier: 4-8
Brutdauer: 20 Tage
Nestlingsdauer: 28 Tage
Nahrung: Eier, Vögeln, kleine Säugetiere, Insekten, Früchte, Abfall,
Sämereien
Alter: 15 Jahre
Zugvogel: Deutschland Standvogel, in Skandinavien Kurzstreckenzieher
Feinde: Wanderfalke, Sperber, Habicht, Uhu, Marder, Mensch,
Weitere Infos für Biologie und Steckbriefe über Rabenvögel findet Ihr unter, Rabenvögel und Rabenvögel
Steckbriefe.
Wie immer zum Schluss zeige ich Euch einige Bilder die ich bei meinen Beobachtungen in der Natur fotografiert habe. Auf den Fotos bekommt ihr auch Revierkämpfe, Elster flüchtet vor dem Wanderfalken, Elster und Bussard, was fressen Elstern im Winter und Flugbilder zusehen.
Weiterhin viel Spaß auf meinen Seiten, wie z.B. Besonderheiten aus der Vogelwelt oder das Alpenschneehuhn. Und denkt immer daran, Vogelschutz ist wichtig.
Wollt Ihr zum Thema, Wissen der Vögel etwas erfahren, dann besucht meine
Seiten: Was wissen Vögel und
Intelligente
Krähe. Meine Seite ist für Projekte im Kindergarten und in der
Schule für Vorträge in Biologie und für Referate im Biologieunterricht sehr
beliebt.
Für Vorschule und Grundschule gibt es extra Vogelseiten, z.B. mit Küken-Bildern oder mit Vogel-Portraits.
Unsere schönsten Vogel-Beobachtungen haben wir in Europa, in Deutschland, in Hamburg, in Bremen, in Schleswig-Holstein, in NRW, in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in Niedersachsen gemacht.
Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg
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