Die Stockente ist die größte und am weitesten verbreitete Ente bei uns in Deutschland. Sie zählt zu der Gattung Schwimmenten. Man sieht sie in ganz Europa sowie an Küsten und im Inland. Bei ca. 60cm Körpergröße wiegt sie ungefähr 1,5kg.
Die Stockente sieht man am häufigsten an Seen, Flusslandschaften,
Parks, Gärten und in vielen Bewässerungsgräben. Stockenten ernähren
sich von Pflanzen, Sämereien, Würmern, Schnecken, Fröschen und auch
schon mal von einer kleinen Maus. Im Winter haben wir auch schon
häufiger Stockenten im Garten an der Futterstelle für die Vögel
vorgefunden. Dort fraßen sie Nüsse, Sonnenblumenkerne und Apfelstücke.
Die Stockenten beginnen mit ihrer ersten Balz etwa Ende September.
Diese Balz dient dem gegenseitigen kennenlernen (Verlobung). Die
Hauptbalz findet im Januar statt. Ab März fangen die Stockenten mit
ihrem Brutgeschäft an. Die meisten Stockenten legen 9 bis 12 Eier. Die
Bebrütung der Eier beginnt erst nach Ablage des letzten Eies, da die
Kücken zu den Nestflüchtern zählen, und dauert ca. 28 Tage.
Wir konnten Anfang März beobachten wie jeden Morgen vor unserer Haustür ein Stockenten Weibchen auf unserem Gartenzaun, der völlig mit Efeu bewachsen ist, saß und uns und die Umgebung beobachtete.
Einige Tage später hat diese Stockente sich ein Nest nur einen
Meter neben unserer Haustür gebaut. Wo sie dann jeden Tag ein Ei mehr
hineinlegte. Abends wenn sie das Nest verlies, deckte sie die Eier
schön mit ihren Daunen zu. Wir freuten uns schon darauf in naher
Zukunft das Schlüpfen der Kücken miterleben zu können. Aber wir haben
die Rechnung ohne unseren Steinmarder gemacht, der auf unserem
Dachboden ein zu Hause gefunden hat. Eines Morgens stand unsere
Stockente völlig verwirrt auf unserem Fußweg. Mit entsetzen mussten wir
feststellen, dass bis auf ein Ei alle verschwunden waren.
Wir legten ein paar Hühnereier dazu um zu sehen ob sie das Gelege
behält, was aber nicht der Fall war.
Die Stockente legte ein Nachgelege an einer anderen Stelle in unserem Garten an. Hier hatte sie Bruterfolg und es schlüpften fünf Kücken. Auf dem Weg zur Doven Elbe gesellte sich noch ein Findelkind dazu.
Für das Brutgeschäft und die Aufzucht der Jungen ist das Weibchen alleine zuständig. Nach ca. 60 Tagen sind die kleinen Stockenten flügge.
Als man die ersten Kreuzungen von Haus- und Stockenten sah dachten einige, dass sie eine neue Entenart entdeckt hatten. Es sind aber nur verschiedenst aussehende Bastarde.
Wenn die Stockente nicht so viele Feinde hätte, z.B die Menschen, Fuchs, Seeadler, Steinmarder, Hecht usw. könnte Sie schon mal 20 Jahre alt werden.
Und jetzt zum Schluss noch Fotos von den Köpfen einer Stockenten Familie.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir im NSG Heuckenlock, im NSG Rhee und an der Doven Elbe in Hamburg gemacht.
Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anregungen: