Der Waldkauz ist mit seinen 40cm etwas größer als die Waldohreule, aber mit seinem Gewicht bis zu 600g fast doppelt so schwer. Der Kopf vom Waldkauz ist auch etwas größer und die Augen sind braunschwarz und nicht wie bei der Waldohreule gelbrot. Waldkauze sieht man fast in ganz Europa mit Ausnahme von Irland, Island und Nordskandinavien.
Die Lebensräume vom Waldkauz sind bevorzugt Laub- und Mischwälder, Alleen, Parkanlagen und Gärten mit altem Baumbestand, wo er seine Bruthöhlen finden kann. Der Waldkauz gehört zu den Standvögeln. Er bleibt sein Leben lang im Revier, und das können bis zu 15 Jahre sein.
Wenn sich ein Waldkauzpaar gefunden hat, bleibt es ein Leben lang zusammen. Waldkauze haben meistens eine Jahresbrut in der Zeit von März bis Juni. Ihr Nest befindet sich meistens in Baumhöhlen, Krähen- Elsternestern und auch schon mal in einer Mauerspalte. Gerne benutzt er auch vom Menschen für ihn aufgehängte Brutkästen. Eine Anleitung zum Bau von Waldkauz-Nistkästen gibt es beim Bund Lemgo.
Der Waldkauz legt 3 bis 4 Eier und diese werden vom Weibchen alleine innerhalb von 30 Tagen ausgebrütet. Dann werden die jungen Waldkauze bis zu 5 Wochen von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt. Die Nahrung der Waldkauze besteht aus Mäusen, Ratten, kleinen Säugetieren, Insekten, Vögeln und auch schon mal Regenwürmern und Fröschen. Wenn dann die Kleinen das Nest verlassen haben, werden sie noch einmal bis zu 6 Wochen mit Nahrung versorgt. Mit beginn der Selbständigkeit, wird sich ein eigenes Revier mit Bruthöhle gesucht und diese wird mit allen Mitteln verteidigt.
Ich habe im letzten Jahr das erste Mal einen Waldkauz fotografiert, der in einer Baumhöhle saß. Nun wollte ich nach 16 Monaten sehen, was aus dem jungen Kauz geworden ist. Er kam gleich wieder aus seiner Baumhöhle und schaute was der da wohl wolle! Natürlich ein Foto machen und sehen ob er immer noch alleine ist.
Er ist erwachsen geworden, das kann man schön an der ausgeprägten Gefiederzeichnung sehen. Dann werde ich ihn im Frühjahr nach der Balz wieder besuchen, um zu sehen ob es einen Partner gibt. Waldkauze werden schon nach einem Jahr geschlechtsreif. Der Ruf eines Kauzes ist ku-wiet ku-wiet, dafür ist er früher wegen einem Aberglauben sehr stark verfolgt worden (er brachte angeblich den Tot).
Nun zeige ich Euch ein Bild zu dem das Motto passt - auch ein Kauz braucht einen Fluchtweg.
Unsere schönsten Beobachtungen haben wir in der Bergedorfer Forst und den Harburger Bergen in Hamburg gemacht.
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